Auf den SV Werder Bremen wartet am Samstag die nächste schwere Aufgabe. Gegen den formstarken 1. FC Köln ist Werder nahezu zum Siegen verdammt, um sich endlich etwas aus der Krise zu befreien. Nach der katastrophalen Pleite gegen ​Mainz könnte Florian Kohfeldt trotz Personalsorgen einige Veränderungen vornehmen.


Es war nicht nur für die Fans ein großer Schock. Der peinliche Auftritt gegen Mainz forderte einige Erklärungen. Die vielen negativen Erkenntnisse versuchte Florian Kohfeldt unter der Woche aufzuarbeiten, um sein Team bestmöglich auf den Abstiegs-Krimi vorzubereiten. Vermutlich wird der Übungsleiter nicht zum ​radikalen Umbruch greifen, doch einige Leistungsträger müssen sicherlich mit der Bank vorliebnehmen. 


Jiri Pavlenka wird dies nicht betreffen. Der Tscheche hatte bereits eine große Schwächephase hinter sich, seitdem stabilisierten sich seine Leistungen etwas. Doch 40 Gegentreffer und kein einziges Spiel zu null sind für den Schlussmann echte Horror-Zahlen. Gegen den Aufsteiger soll sich dies ändern.

Defensiv muss Kohfeldt nach dem desolaten Stellungsspiel seiner Hintermannschaft reagieren. Im Zentrum wird nur Niklas Moisander als Kapitän seinen Platz behalten, Miloš Veljković wird aller Voraussicht nach von Christian Groß ersetzt. Auf links ist kein Vorbeikommen an Ludwig Augustinsson, der nach einer langen Verletzungspause allerdings ebenfalls seiner Form hinterher hinkt.


Auf rechts muss sich Florian Kohfeldt etwas einfallen lassen. Die Besetzung mit Michael Lang ist vermutlich nicht tragbar. Vermutlich könnte Marco Friedl diese Aufgabe übernehmen und den Schweizer somit auf die Bank verdrängen. 


Im defensiven Mittelfeld kündigt sich ebenfalls eine Änderung an. Der enttäuschende Nuri Sahin wird höchstwahrscheinlich weichen, der hoffentlich einsatzbereite Philipp Bargfrede soll den Vorzug erhalten.


Offensiv ist bei Werder Bremen alles möglich


Auf den Achterpositionen dürfte nur Davy Klaassen wirklich gesetzt sein. Maximilian Eggestein war in den vergangenen Wochen ein Schatten seiner selbst und könnte gegen Köln auf die Bank rutschen. Denkbare Varianten wären die Rückversetzung von Johannes Eggestein ins Zentrum oder die Besetzung durch einen Jugendspieler wie Simon Straudi oder Ilia Gruev. 


Offensiv gibt es weitere Änderungen. Leonardo Bittencourt fehlt aufgrund einer Gelbsperre. Sollte "Jojo" Eggestein nicht im Mittelfeld zum Einsatz kommen, ist er die erste Alternative im Angriff. Milot Rashica ist auf links gesetzt, anstelle von Yuya Osako bieten sich andere Optionen an. Benjamin Goller könnte den formschwachen Japaner verdrängen, Claudio Pizarro und Fin Bartels sind ernsthafte Kandidaten von der Bank.


Die mögliche Aufstellung von Werder Bremen im Überblick: