​​Bayer Leverkusen hat den Transferpoker um Jean-Clair Todibo offenbar verloren. Laut italienischen Medien hat sich der Abwehrspieler für einen Wechsel zum AC Mailand entschieden.


Seit mehreren Wochen buhlt Bayer Leverkusen um die Dienste von Todibo, der beim ​FC Barcelona kaum Spielzeit findet - erst drei Einsätze stehen für den 19-jährigen Innenverteidiger in dieser Saison zu Buche. Bei der Werkself sollte Todibo den formschwachen Aleksandar Dragovic ersetzen, der mit Hinblick auf die EM 2020 einen Vereinswechsel im Winter forcieren soll.

Jean Clair Todibo

Bei Barça sitzt Todibo meist nur auf der Bank



Lange Zeit sah es auch gut aus, ​dass die Leverkusener das Rennen um Todibo machen werden. Anfang Dezember schaltete sich jedoch der AC Mailand ins Werben um den jungen Franzosen ein - laut der Gazzetta dello Sport haben die Italiener die Werkself nun ausgestochen, denn Todibo soll den Rossoneri sein Ja-Wort gegeben haben. 


Todibo soll mindestens 20 Millionen Euro kosten


Offen ist demnach nur, ob Todibo per Leihe oder als fester Transfer zum ​AC Milan wechseln wird. Auf einen direkten Verkauf (im Gespräch ist laut Mundo Deportivo eine Ablösesumme zwischen 20 und 25 Millionen Euro) wird sich Barça wohl nur einlassen, wenn bei dem Wechsel eine Rückkaufoption vereinbart wird. Das wiederum wollen die Mailänder (noch) nicht akzeptieren - man ist aber zuversichtlich, dass sich die beiden Klubs einigen werden.


In Mailand hätte Todibo gute Chancen, neben Kapitän Alessio Romagnoli einen Stammplatz in der Innenverteidigung zu ergattern: Leo Duarte, der im Sommer aus Brasilien gekommen war, wird mit einer Fußverletzung noch einige Monate ausfallen. Mateo Musacchio schwankt häufig zwischen Genie und Wahnsinn (wobei der Wahnsinn überwiegt). Und Mattia Caldara ist nach einer eineinhalbjährigen Verletzungspause gerade erst genesen und wird daher wohl noch eine Wochen brauchen, um seine Form zu finden und zu einer ernsthaften Alternative zu reifen.