Am Ende der Hinrunde ist es traditionell Zeit für Rückblicke und Zusammenfassungen des ersten Halbjahres. ​Schalke 04 kann auf eine insgesamt sehr zufriedenstellende Hinrunde zurückblicken. Viele Spieler wuchsen über sich hinaus und verbesserten sich stetig - es gab jedoch auch einige, die schwer enttäuschten.


Die Tops - diese Spieler wussten zu überzeugen


Amine Harit

Amine Harit

An allererster Stelle muss man wohl Amine Harit als einen, wenn nicht sogar DEN Gewinner der Halbserie bezeichnen. Nach seinem sportlich sowie privat katastrophalen letzten Jahr konnte sich der 22-Jährige dank des Vertrauens von David Wagner und Jochen Schneider um 180 Grad drehen. Seit der Vorbereitung fiel er nur noch positiv auf: Arbeit, Wille, Kreativität, Torgefahr - alles Aspekte, mit denen er Königsblau schon jetzt deutlich besser macht. Dazu hat er seinen Vertrag langfristig bis 2024 verlängert. Tolle Monate liegen hinter ihm.


Benito Raman​

Benito Raman

Als Neuzugang hat man es immer schwer, wenn man keinen guten Einstand erwischt. Nicht anders war es bei Benito Raman, der im Sommer von ​Fortuna Düsseldorf kam. In den ersten Spielen war er so gut wie unsichtbar, litt zudem unter Problemen im Sprunggelenk. Zur Hälfte der Hinrunde konnte auch er eine positive Wende einleiten. Seitdem war er so gut wie immer in der Startelf, was er mit zahlreichen Torbeteiligungen belohnt hat. In der Rückrunde wird er hoffentlich so weitermachen.


Jonjoe Kenny​

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Schon wenige Wochen, nachdem Jonjoe Kenny nach Gelsenkirchen gekommen war, wurde er zum Liebling vieler Fans. Sein beherztes, aktives und gleichzeitig lockeres Auftreten - was er schon in der Sommervorbereitung zeigte - kam direkt gut an. Er war einer der Dauerbrenner der Hinrunde​ und auf dem Feld enorm wichtig. Gute Zweikämpfe in der Defensive, sicheres Agieren in der Offensive: genau das, was Wagner von seinen Außenverteidigern fordert. Umso trauriger, dass man ihn aller Voraussicht nach im Sommer wieder ziehen lassen muss. 


Suat Serdar

Suat Serdar

Suat Serdar war über die Hinrunde einer der Spieler, die sich in den etablierten Kern der Stammspieler gespielt und gekämpft haben. Während seines ersten Jahres auf Schalke hat er sich augenscheinlich noch nicht wirklich wohlgefühlt, doch jetzt ist er so gut wie nicht mehr aus der ersten Elf zu denken. Seine positive Aggressivität sowie sein Offensivdrang erinnerten an die guten Zeiten von Leon Goretzka während seiner Zeit beim Ruhrpott-Verein. Belohnt wurde er u.a. auch durch seine A-Nationalelf-Nominierung.


Omar Mascarell

Omar Mascarell

Wie auch Serdar hatte Omar Mascarell ein schweres erstes Jahr beim S04. Wenige Einsätze und viele Unsicherheiten kennzeichneten seine erste Saison. Das hat sich ins totale Gegenteil gewandelt. Kein Spieler war für die Defensive über den Verlauf der Hinrunde so wichtig wie der Spanier. Sein Mitwirken beim Spielaufbau, ebenso sein Arbeiten gegen den Ball waren für das Team unverzichtbar. Auch er hat unter Wagner einen großen Schritt nach vorne machen können. 


Die Flops - Diese Spieler enttäuschten zu häufig


​Guido Burgstaller

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Erst im vergangenen Sommer verlängerte man den Vertrag mit Guido Burgstaller vorzeitig - damals wohl vor allem als eine Art Versöhnungszeichen für die Fans gemeint, die durch den Abstiegskampf einiges zu verdauen hatten. In dieser Saison enttäuschte Burgstaller jedoch selbst seine größten Anhänger. Etliche hunderte Minuten ohne erzieltes Tor und trotzdem noch zahlreiche Einsätze oder Einwechslungen brachten einige Fans zum Verzweifeln. Doch spielte Burgi nicht nur ohne Torgefahr​, auch das gesamte Offensivspiel schien durch ihn eher an Tempo zu verlieren. Wagner setzte ihn gerne aufgrund seiner Mentalität und der Körperlichkeit ein. 


Daniel Caligiuri

Daniel Caligiuri

Auch wenn Daniel Caligiuri in weiten Teilen keine allzu schlechte Leistung abrief, konnte man doch enttäuscht sein. Das liegt aber auch daran, dass er über die letzten ein bis zwei Jahre seinen eigenen Maßstab sehr hoch legte, weil er so gut wie immer mit konstant souveränen Leistungen aushalf. Sehr durchwachsen war diese Hinrunde jedoch auch für ihn. Seine Position des rechten Außenverteidigers (im 3-5-2-) existiert nicht mehr, und auf dem Flügel scheinen jüngere sowie schnellere Spieler besser zu sein. Kenny nahm ihm die Möglichkeit in der Abwehr.


Mark Uth

Mark Uth

Auch im zweiten Jahr konnte Mark Uth nicht überzeugen. Nachdem es einige Spieler gab, die über die letzte Saison nicht annähernd an ihre eigentlichen Leistungen anknüpfen konnte, erhoffte man sich auch von ihm eine Steigerung. Das schnellere und offensivere Spiel sollte eigentlich auch ihm helfen, doch stattdessen wurde er durch ausbleibende gute Auftritte sowie Verletzungen am Boden gehalten.


Steven Skrzybski

Steven Skrzybski

Unter Wagner spielt Steven Skrzybski keine Rolle mehr. Selbst als man sich durch Verletzungen und notwendige Pausen gezwungen sah, auf Alternativen auszuweichen, wurde sogar Fabian Reese vorgezogen. Im Winter könnte ein Wechsel für ihn anstehen, denn selbst durch Verletzungen im Sturm kam er nicht zum Zug.