Englische Woche in der ​Bundesliga! Der ​FC Bayern München gastiert am Mittwoch beim SC Freiburg mit dem klaren Ziel, auf den 6:1-Erfolg gegen Werder Bremen aufzubauen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse dürfte Hans-Dieter Flick in die Wahl seiner Startaufstellung einfließen lassen.


Gegen den SV Werder ist der Knoten erst im zweiten Durchgang geplatzt. In den ersten 45 Minuten gingen die krisengebeutelten Gäste überraschend durch Milot Rashica in Führung, nach einer starken Anfangsphase wirkte der Rekordmeister phasenweise gelähmt. In der Folge initiierte Werder immer wieder Gegenstöße über den pfeilschnellen Angreifer, der sich Jerome Boateng ​in zahlreichen Laufduellen zur Brust nahm. 


Erst der Doppelschlag vor der Pause brachte die Bayern auf die Siegerstraße, spätestens mit dem dritten Tor gaben sich die Bremer auf. Zwischen der 72. und 78. Spielminute wurde der Spielstand von 3:1 auf 6:1 geschraubt, mit drei Toren und zwei Vorlagen war Philippe Coutinho der Mann des Spiels. Der Brasilianer begann zunächst für den verletzten Kingsley Coman auf der linken Außenbahn, rückte nach Flicks Umstellungen ins Zentrum und wusste dort gemeinsam mit Thomas Müller und Thiago zu überzeugen. 

Philippe Coutinho

   Mit der Abwehr des SV Werder Bremen spielte Philippe Coutinho Katz und Maus.



Da Javi Martinez nach seiner abgesessenen Gelb-Rot-Sperre zurückkehren wird, dürfte der Spanier wieder für Boateng in der Innenverteidigung beginnen. Joshua Kimmich bleibt vermutlich im defensiven Mittelfeld, da Freiburg in der Offensive nicht über das hohe Tempo von Mannschaften wie ​Bayer Leverkusen​Borussia Mönchengladbach oder Werder verfügt. Spielerisch sind die Breisgauer deutlich limitierter als die übrigen Mannschaften im oberen Tabellendrittel, in den vergangenen Wochen war viel Stückwerk zu sehen. Nur eines der letzten vier Bundesligaspiele konnte die Mannschaft von Christian Streich gewinnen, fünf der letzten sieben Tore fielen nach einem Standard. 


Ballkontrolle gegen defensive Freiburger


Gegen den FC Bayern feierte der Sport-Club erst vier Siege, die vergangenen beiden Begegnungen endeten mit einem Remis. Wie üblich dürfte Freiburg das Spiel eng machen, aus der Defensive heraus agieren und durch gezielte lange Bälle und schnelles Umschalten Nadelstiche setzen, um im besten Fall ein Tor zu erzielen. Flick dürfte sich daher für eine taktische Ausrichtung mit viel Ballkontrolle im Mittelfeld entscheiden, um sich so gut es geht durch die engen Räume zu kombinieren und die Defensivreihen der Freiburger auseinanderzuziehen.


System des FC Bayern: 4-1-4-1 oder 4-3-3?


Zu erwarten ist, dass Benjamin Pavard erneut als Rechtsverteidiger agiert, Javi Martinez gemeinsam mit David Alaba das Innenverteidiger-Duo bildet und Alphonso Davies zum zwölften Mal in Folge als Linksverteidiger in der Startelf steht. Wie gegen Bremen dürften die Münchner in einem 4-1-4-1 mit Joshua Kimmich auf der Sechs auflaufen. Etwas weiter vorne beginnen voraussichtlich Thiago und Thomas Müller in zentraler Position, auf den Außenbahnen nehmen dann Philippe Coutinho und Serge Gnabry Platz. Unbestritten ist, dass Robert Lewandowski in der Spitze beginnen wird.


Denkbar wäre ebenfalls, dass Ivan Perisic auf dem linken Flügel beginnt und Coutinho ins Zentrum rückt, allerdings gehörte der Matchwinner des vergangenen Wochenendes gemeinsam mit Thiago und Müller zu den besten Akteuren. 


Die mögliche Startelf des FC Bayern im Überblick