Bekanntlich hat alles auf dieser Erde irgendwann mal ein Ende. Diese Binsenweisheit trifft im besonderen Maße auch auf Profikarrieren im Sport und speziell auch im Fußball zu. Glücklich schätzen können sich daher die Vereine, die bei der Suche nach einem potenziellen Nachfolger für einen Weltstar im Spätherbst seiner aktiven Laufbahn bereits fündig geworden sind. Wie schnell der Staffelstab übergeben wird, hängt dabei maßgeblich vom Leistungsvermögen beider Spieler ab.​


Giorgio Chiellini und Matthijs de Ligt (Juventus Turin)

Matthijs de Ligt

Im besten Falle kann man als aufstrebender Fußballstar von Morgen von einem erfahrenen Mitspieler noch eine Menge lernen. Gut möglich, dass dieser Wunsch für Matthijs de Ligt im vergangenen Sommer bei seiner Entscheidung pro ​J​uventus Turin eine entscheidende Rolle gespielt hat. Mit Giorgio Chiellini gehört schließlich einer der erfahrensten Abwehrrecken unserer Zeit zum Kader der alten Dame. 


Da der Routinier jedoch gleich zum Saisonstart von einem Kreuzbandriss ​ausgebremst worden war, beschränkten sich die Lerneinheiten bislang nur auf theoretische Tipps und Kniffe. Im kommenden Sommer läuft der Vertrag des Altmeisters aus, de Ligt hingegen ist im Alter von 20 Jahren drauf und dran, auch ohne die tatkräftige Hilfe der italienischen Verteidigerlegende, eine Ära zu prägen.


David Silva und Phil Foden (Manchester City)

Phil Foden,David Silva

In der aktuellen Spielzeit läuft es für ​Manchester City zwar noch nicht so wie erhofft, dennoch ist die Qualität des Kaders unbestritten. Kapitän ​David Silva ist dabei mit 19 Pflichtspieleinsätzen noch immer ein wichtiger Faktor, langsam aber sicher nagt aber auch an dem 33-jährigen Welt- und Europameister der Zahn der Zeit. 


Gut möglich, dass der 33-Jährige, dessen Vertrag im kommenden Sommer endet, nach dieser Saison seine Fußballschuhe an den Nagel hängen wird. Mit Phil Foden haben die Skyblues bereits seit geraumer Zeit ein Eigengewächs aufgebaut, das womöglich mittelfristig in der Lage wäre, in die enorm großen Fußstapfen des Iberers zu treten.


Fernandinho und Rodri (Manchester City)

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Nicht nur die sich anbahnende Wachablösung von David Silva ist bei Manchester City ein vorherrschendes Thema. Mit Rodri hat in diesem Sommer auch ein neuer zentraler Mittelfeldspieler seinen Hut in den Ring geworfen und sich schnell die Vormachtstellung in der Zentrale erkämpft.


Zu einer direkten Konfrontation mit seinem Konkurrenten Fernandinho kam es dabei aber nur selten, da der 34-jährige Brasilianer von Coach Pep Guardiola aufgrund zahlreicher Verletzungen zumeist in der Innenverteidigung benötigt wurde. 


Claudio Pizarro und Josh Sargent (SV Werder Bremen)

Josh Sargent,Claudio Pizarro

Der größte Generationswechsel bahnt sich abseits der Bühnen der Champions League im tristen Abstiegskampf der Bundesliga an. Claudio Pizarro ist mit seinen 41 Jahren zwar nur noch ein Schatten alter Tage, versprüht aber noch immer die Spitzbübigkeit, die ihm einen Ehrenplatz in allen Herzen des ​SV Werder Bremen beschert hat.


Nach der aktuellen Spielzeit ist aber definitiv endlich Schluss - dann kann der Südamerikaner seinen mehr als verdienten Ruhestand antreten. Auf lange Sicht hoffen die Werderaner darauf, dass der erst 19-jährige US-Boy ​Josh Sargent eine auch nur annähernd ähnlich erfolgreiche Karriere starten kann. Bis dahin heißt es für den jungen Stürmer jede gemeinsame Trainingseinheit mit dem ehemaligen Bayern-Stürmer zu nutzen.


Thiago Silva und Presnel Kimpembe (Paris Saint-Germain)

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Seit dem Sommer 2012 ist Thiago Silva nun schon für Paris Saint-Germain der Fels in der Brandung. Der Kapitän ist zwar immer noch unter Coach Thomas Tuchel absolut gesetzt, mittlerweile müssen sich die Verantwortlichen des Hauptstadtklubs aber auch immer intensiver mit einer Nachfolge für den 35-jährigen Abwehrchef beschäftigen.


Mit die besten Karten werden dabei Presnel Kimpembe zugestanden. Das 24-jährige Eigengewächs hat bereit über 120 Pflichtspiele für die Pariser auf dem Buckel und schlüpft immer mehr in eine Leaderrolle hinein.


​Luka Modric und Federico Valverde (Real Madrid)

Federico Valverde,Luka Modric

Last but not least, wäre da noch ​Luka Modric. Der ehemalige Weltfußballer konnte mit Real Madrid unzählige Titel - darunter vier Erfolge in der Champions League - feiern und war jahrelang der kongeniale Partner von Nationalspieler Toni Kroos. Mittlerweile fordern die Anstrengungen der letzten Jahre aber ihren Tribut ein - der Spielmacher wird den Königlichen wohl nicht über den Sommer hinaus erhalten bleiben.


Einen fähigen Nachfolger für einen Weltstar wie Modric zu finden, ist selbst für die Madrilenen alles andere als leicht. Werbung in eigener Sache konnte seit dem Sommer 2018 aber Federico Valverde machen. Der 21-jährige Uruguayer steigt stetig in der Gunst seines Cheftrainer Zinedine Zidane nach oben und könnte für Real zu einem echten Leistungsträger werden.