​Bayern Münchens Cheftrainer Hans-Dieter Flick treibt die Planungen für die bevorstehende Winterpause eifrig voran. Neben der Gestaltung des alljährlichen Trainingslagers will der 54-Jährige den Kader zum Jahreswechsel optimieren und einen neuen Rechtsverteidiger verpflichten.


90min nennt vier Kandidaten, die (langfristig) durchaus interessant für den Rekordmeister sein könnten - man muss sich aber immer vor Augen führen, dass der Transfermarkt im Winter ein schwieriges Unterfangen darstellt.


Lukas Klostermann

Lukas Klostermann

Lukas Klostermann ist eine echte Allzweckwaffe. Der 23-jährige Abwehrspieler von RB Leipzig ist etatmäßig auf der rechten Abwehrseite zuhause, kann aber genauso gut als Innen- oder Linksverteidiger eingesetzt werden. In mittlerweile 147 Pflichtspielen für RB hat er seinen Stellenwert bewiesen, und seit Joshua Kimmich bei der Nationalmannschaft wieder im defensiven Mittelfeld spielt, darf er Selbiges auch im DFB-Dress tun.


Mit Klostermann könnte Flick nach Belieben aufstellen, entweder ihn oder Pavard als Rechtsverteidiger beziehungsweise Innenverteidiger spielen lassen. Genau wie der Franzose ist er im Vergleich zu Kimmich nur an wenigen Toren direkt beteiligt, darauf kommt es bei einem Außenverteidiger aber nur bedingt an. Klostermann bringt theoretisch alles mit, wonach die Bayern suchen; allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass RB ihn im Winter ziehen lassen würde.


Benjamin Henrichs

FBL-FRA-LIGUE1-BORDEAUX-MONACO

Schon in der Vergangenheit wurde Benjamin Henrichs mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. ​Medienberichten zufolge soll der frühere Außenverteidiger von Bayer Leverkusen vor einem Wechsel zu RB Leipzig stehen


Erst im Sommer 2018 wechselte Henrichs für 20 Millionen Euro zur AS Monaco, die Monegassen wollen ihn offenbar ohne Verlust abgeben. Auch wegen einer Fußverletzung sammelte er erst sechs Pflichtspieleinsätze in dieser Saison; das soll dem 22-Jährigen auf Dauer nicht ausreichen.


Je nachdem, wie intensiv der Austausch mit den Leipzigern hinter den Kulissen bereits war, könnten die Münchner noch dazwischen grätschen. Ob sie dies auch tun werden oder ob dieses Vorhaben erfolgreich ist, steht allerdings in den Sternen. 


Auf der anderen Seite könnte ein Henrichs-Wechsel nach Leipzig die Tür bei Klostermann ein guter Stück weiter öffnen...


Thomas Meunier

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Eine deutlich erfahrenere Lösung wäre Thomas Meunier. Der Belgier spielt seit 2016 für Paris St. Germain, der Vertrag läuft im Sommer aus. Sollte der Klub den Vertrag weiterhin nicht verlängern wollen, könnte ein Winter-Transfer in Erwägung gezogen werden, um noch einmal eine Ablösesumme zu kassieren.


So wirklich konnte Meunier - ebenso wie Konkurrent Colin Dagba - in dieser Saison aber noch nicht überzeugen. Thomas Tuchel gewährte dem 28-Jährigen erst acht Startelfeinsätze in der Ligue 1, laut einem Bericht der französischen Tageszeitung L'Equipe wolle PSG daher im Januar noch einmal nachlegen. Gehandelt wird Mattia De Sciglio von Juventus Turin. 


Möglich wäre die Verpflichtung von Meunier für den FC Bayern durchaus. Vielmehr dürfte der Transfer aber ohnehin davon abhängen, ob die Bayern-Bosse den Wunsch ihres Trainers überhaupt erfüllen wollen und ob Meunier den Ansprüchen genügt. 


Youcef Atal

Youcef Atal

Der Name Youcef Atal wurde schon einmal an der Säbener Straße thematisiert werden. ​Im Frühjahr wurde über ein mögliches Interesse am Rechtsverteidiger von OGC Nizza berichtet, auch der FC Sevilla, FC Chelsea und Atlético Madrid sollen sich um Atal bemüht haben.


Noch steht der Spieler aber in Nizza unter Vertrag, gehört auch in dieser Saison zum Stammpersonal. Auf der rechten Seite kann er alle Positionen bekleiden, entsprechend offensiv präsentiert sich Atal, der mit einem geschätzten Marktwert von 25 Millionen Euro (transfermarkt.de) das Prunkstück im Kader des französischen Erstligisten ist.


Das Problem: Der 23-Jährige erlitt beim 4:1-Erfolg über den FC Metz vor neun Tagen einen Meniskuseinriss und dürfte somit noch einige Zeit ausfallen. Genauere Angaben zur Ausfallzeit machte der Klub zwar nicht, eine sofortige Verstärkung für den FC Bayern wäre Atal demzufolge aber nicht - auf lange Sicht wäre er dagegen ein durchaus interessanter Spieler.