​Borussia Dortmund empfängt am Dienstagabend zuhause den Tabellenführer ​RB Leipzig. Bei dem ​​Spitzenspiel am 16. Spieltag hofft BVB-Trainer Lucien Favre darauf, dass seine Schützlinge an den überzeugenden 4:0-Auswärtssieg in Mainz anknüpfen können. Aufgrund der Gala-Leistung gegen die Domstädter wird Favre trotz der engen Taktung der englischen Woche wohl auf personelle Anpassungen verzichten.


Gegen die Mainzer hatte​ ​BVB-Keeper Roman Bürki einen entspannten Nachmittag verbracht und wurde nur äußerst selten getestet. Dass auf den 29-jährigen Verlass ist, bewies der Schweizer aber kurz zuvor bereits in der Champions League beim knappen 2:1-Erfolg gegen Slavia Prag. Gegen Leipzig bekommt es der Schlussmann nun mit der gefährlichsten Offensive der Bundesliga zu tun.


Dreierkette vor schwerer Aufgabe


Seit dem 14. Spieltag lässt Cheftrainer Lucien Favre die Borussen konsequent in einem 3-4-3-System spielen. Auch gegen die Roten Bullen wird der Coach aller Voraussicht nach nicht von diesem Matchplan abweichen. Zentrale Figur in der Abwehrreihe bleibt dabei Ex-Nationalspieler Mats Hummels, der beim Spiel gegen die flinken Leipziger vor allem durch sein Stellungsspiel glänzen soll.


Neben Mats Hummels bleibt auch Manuel Akanji gesetzt. Werbung in eigener Sache konnte zuletzt aber vor allem ​Dan-Axel Zagadou machen. Der 20-jährige Franzose hatte gegen Mainz defensiv alles im Griff und krönte seinen starken Auftritt nach einem sehenswerten Sololauf sogar mit einer punktgenauen Torvorlage. Gegen die extrem torgefährliche Sturmreihe der Sachsen rund um Timo Werner, müssen sich die Defensivspieler gegenseitig aushelfen und sich auch in Sachen Abseitsfalle gut aufeinander abstimmen.


Spielstarke Mittelfeldreihe auch defensiv gefordert


Vor heimischem Publikum werden sich die Dortmunder nicht verstecken und vielmehr versuchen die Spielkontrolle zu gewinnen. Großer Hoffnungsträger ist dabei Julian Brandt, der in zentraler Rolle zuletzt endlich zur erhofften Verstärkung wurde. Der ehemalige Leverkusener muss im Verbund mit seinem Nebenmann Julian Weigl aber auch mit dafür sorgen, dass die Dortmunder nicht ihre defensive Struktur verlieren.


Auf den Außenbahnen erhoffen sich die Schwarz-Gelben von ihren offensiv ausgerichteten Außenbahnspielern jede Menge Tiefenläufe. Vor allem Achraf Hakimi darf dabei seine Aufgaben im Spiel gegen den Ball aber auch nicht vernachlässigen. Ähnliches gilt auf dem linken Flügel für ​Nico Schulz, der ebenfalls seine Gegenspieler nicht aus den Augen verlieren darf. Entscheidet sich Favre für eine noch offensivere Variante, könnte auch Raphael Guerreiro den Vorzug erhalten.

Aaron Martin,Julian Brandt


Trio infernale soll RB-Defensive ins Wanken bringen


In der Offensive scheint Lucien Favre nach langer Suche endlich die ideale Konstellation gefunden zu haben. Paco Alcacer ist nach seiner langen Leidenszeit auch weiterhin kein Kandidat für die Startelf. Zum Glück zeigte die Formkurve von Kapitän Marco Reus zuletzt wieder steil nach oben und glänzte der Nationalspieler im Spiel gegen die Mainzer mit zwei direkten Torbeteiligungen.


Auf den Außenbahnen scheint auch Thorgan Hazard langsam aber sicher im Ruhrgebiet angekommen zu sein. Komplettiert wird das torgefährliche Trio am Dienstag aller Voraussicht nach durch Jadon Sancho. Auch das englische Ausnahmetalent hat nach einer kurzen Leistungsdelle seinen Spielspaß wiederentdeckt und wird die Hintermannschaft der Leipziger auf Herz und Nieren testen.


Die potenzielle Aufstellung des BVB: