​In den vergangenen Tagen erntete ​Hertha BSC viel Kritik von den eigenen Fans, nachdem man zu den rassistischen Beleidigungen, die an den eigenen Jugendspieler Jessic Ngankam in der Regionalliga gerichtet wurden, viel zu spät reagierte. Aus dieser Episode hat der Verein offenbar schnell gelernt und nun ohne Verzögerung eine öffentliche Stellungnahme zu einem erneuten rassistischen Vorfall bezogen. 


Nach Angaben des Vereins wurden am Samstag bei einem Spiel der U16-Mannschaft gegen den VfB Auerbach in der B-Junioren-Regionalliga Nordost mehrere Hertha-Akteure rassistisch beleidigt. Daraufhin wurde die Partie abgebrochen.


In der 68. Spielminute räumten die Berliner Youngster beim Stand von 2:0 das Spielfeld, "denn wir als Hertha BSC verurteilen Rassismus und Diskriminierung in jeglicher Form", so der Verein in einer Stellungnahme auf der Vereinsseite.


Paul Keuter, der bei Hertha BSC für den digitalen Bereich verantwortlich und ein Teil der Geschäftsleitung ist, erklärte dazu: "Vielleicht ist diese Maßnahme ein Weckruf, dass wir alle gemeinsam – Spieler, Vereine, Verbände und Fans – endgültig diesem Problem Herr werden. In einer solchen Situation sind uns Werte und eine klare Haltung wichtiger als ein Sieg oder eine Niederlage auf dem Platz."


Der ehemalige Bundesliga-Profi und derzeitige Trainer der U16, Sofian Chahed, veröffentlichte zudem auf seinem Twitter-Profil ein Bild der Mannschaft nach dem Spielabbruch:

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