So recht weiß ​Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter das 2:3 in der Europa League gegen Vitoria Guimaraes nicht einzuordnen. Trotz der Niederlage ist der Einzug in die K.o.-Runde geglückt, trotz aller Kritik ob der vergangenen Spiele blickt der Österreicher optimistisch nach vorne. Gegen ​Schalke 04 sollen endlich wieder drei Punkte her, einfach wird das Auswärtsspiel aber nicht.


Verloren und doch das Ziel erreicht. Weil sich Standard Lüttich und der FC Arsenal im Parallelspiel nur mit 2:2 trennten, durfte die Eintracht trotz der späten Niederlage gegen Guimaraes das Weiterkommen im Europapokal feiern. Schon am 34. Spieltag der abgelaufenen Saison qualifizierten sich die Adler trotz einer 1:5-Klatsche beim FC Bayern München für die Qualifikationsrunden der Europa League, weil die Konkurrenz ebenfalls patzte.


"​Wir müssen uns berechtigte Kritik gefallen lassen. Auf der anderen Seite haben wir unser Ziel erreicht und sind eine Runde weiter", sagte ein zwiegespaltener Adi Hütter auf der Pressekonferenz. "Uns fehlt es aktuell an ein paar Grundtugenden", klagte der Österreicher, "an der taktischen Disziplin. In der Defensive verteidigen wir nicht immer kompakt genug, in der Offensive kommt oft der letzte Ball nicht an. Da müssen wir den Hebel ansetzen."

Mit Schalke erwartet Hütter einen unangenehmen Gegner: "Sie agieren sehr intensiv, mit vielen Sprints, sicherlich auch mal mit dem nötigen Glück auf ihrer Seite." Seine Mannschaft müsse "kompakt auftreten und gleichzeitig Zug nach vorne" zeigen, um die ersten drei von insgesamt neun angepeilten Punkten vor dem Hinrunden-Ende einzusacken. "Wir haben noch drei heiße Spiele vor der Brust", mahnt Hütter vor den Spielen gegen S04, dem 1. FC Köln und den SC Paderborn, "aber ich bleibe immer zuversichtlich. Wir wollen auch am Sonntag auf Schalke punkten."


Wie stark wird Hütter rotieren?


Neue Verletzungen oder Blessuren gebe es keine, neben den Langzeitverletzten fehlen lediglich David Abraham, Dominik Kohr und Bas Dost. Gegen Schalke wird die Eintracht vermutlich wieder mit Almamy Toure, Makoto Hasebe und Martin Hinteregger in der Dreierkette beginnen, der Mittelfeld-Verbund setzt sich aus den Außenverteidigern Filip Kostic und Danny da Costa, Gelson Fernandes, Sebastian Rode und Daichi Kamada zusammen. In der Doppelspitze beginnen vermutlich Goncalo Paciencia und André Silva. Alternativ wäre ein 3-4-2-1 mit Kamada und Mijat Gacinovic hinter Sturmspitze Paciencia vorstellbar.


Die mögliche Startelf der Eintracht im Überblick:


Rönnow - Toure, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Rode, Fernandes, Kostic - Kamada - Paciencia, Silva