Auf sportlicher Ebene konnte sich ​Borussia Dortmund zuletzt durch drei Pflichtspielsiege wieder zurück in die Erfolgsspur hieven. Auch abseits des grünen Rasens konnten die Borussen nun der Konkurrenz eine lange Nase drehen und sich zum achten Mal in Folge den Titel des deutschen Markenmeisters sichern. Der FC Bayern München hingegen wurde mit dem elften Platz abgestraft.


Wie bereits in der Vergangenheit erfolgreich durchgeführt, hatte auch in diesem Jahr die TU Braunschweig in ihrer Fußballstudie des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagemen eine deutschlandweite Befragung durchgeführt, in der von 4159 Menschen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren eine Einschätzung zu den 36 Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga abgefragt wurde. Dabei setzt sich das Endergebnis aus den beiden Parametern Vereinsbekanntheit und Vereinseinstellung zusammen, wobei bei der zweiten Säule eine subjektive Einschätzung via Abfragen mit Auswahlmöglichen wie "sehr sympathisch", "sehr attraktiv" und "sehr gut" ermittelt wurde.


BVB punktet mit Vereinseinstellung


Das auf den ersten Blick womöglich kompliziert erscheinende Verfahren lässt sich am Beispiel des BVB veranschaulichen. So kannte jeder einzelne der Befragten die Marke BVB und erreichten die Dortmunder somit alle möglichen 100 Prozent. Auch in Sachen Vereinseinstellung kamen die Schwarz-gelben sehr gut weg und heimsten 61,24 Punkte ein. Anhand der Formel Vereinsbekanntheit von 100 Prozent x Vereinseinstellung von 61,24 Punkten, ergab sich so der Endwert von 61,24 Punkten.


 Die Top Ten des Vereinsmarkenrankings 2019:


Rang​Verein​​Markenindex
​1.​Borussia Dortmund​61,24
​2.​Borussia Mönchengladbach​52,06
​3.​FC St. Pauli​51,24
​4.​Eintracht Frankfurt​50,21
​5.​SC Freiburg​49,39
​6.​SV Werder Bremen​49,37
​7.​VfL Bochum​48.60
​8.​1. FC Köln ​47,81
​9.​Arminia Bielefeld​47,41
​10​TSG 1899 Hoffenheim​46,54


Da die meisten Topklubs fast allen Befragten bekannt gewesen sein dürften, entschied somit  vornehmlich die Vereinseintellung darüber, auf welchem Platz sich die Vereine im Ranking eingefunden haben. Bestätigt fühlen kann sich neben dem BVB dabei auch der Zweitplatzierte ​Borussia Mönchengladbach (52,06) und vor allem auch der ​Zweitligist FC St. Pauli, der sich ebenfalls einen Platz auf dem Treppchen sichern konnte (51,24). 


FC Bayern weit abgeschlagen


Rekordmeister ​FC Bayern München musste sich in dem Ranking hingegen Klubs wie dem VfL Bochum und Arminia Bielefeld geschlagen geben und landete mit lediglich 46,01 Punkten auf dem elften Platz. Dabei dürften die Bayern mit Sicherheit nicht an ihrem Bekanntheitsgrad gescheitert sein, sondern eher an ihren umstrittenen Trainingslagern in Katar und der Tatsache, dass die Münchner seit jeher für viele die es nicht mit dem FCB halten ein großes Feindbild darstellen.

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Schlusslicht Wehen Wiesbaden (22,00) hingegen, stolperte ebenso wie die weiteren Kellerkinder des Rankings 1. FC Heidenheim (27,69) und Jahn Regensburg (27,69) mit Sicherheit auch ein Stück weit darüber, dass die kleinen Klubs aus der 2. Liga längst nicht jedem deutschen Staatsbürger ein Begriff sind.