Das wäre beinahe zum Drama geworden in Frankfurt! Die Eintracht schenkte gegen Vitoria Guimaraes eine Führung innerhalb von 120 Sekunden her. Zwei abgefälschte Treffer in den Schlussminuten sorgten für den 3:2-Sieg der Portugiesen. Gut, dass sich Lüttich und Arsenal im Parallelspiel 2:2 trennten. Die Eintracht zieht damit als Gruppenzweiter in die K.o.-Phase der Europa League ein.


Tore:

0:1 - Rochinha, 8. Minute

1:1 - da Costa, 31. Minute

2:1 - Kamada, 38. Minute

2:2 - Musrati, 85. Minute

2:3 - Edwards, 87. Minute


Showdown in Frankfurt! Die ​SGE wollte am letzten Gruppenspieltag der Europa League den Einzug ins Sechzehntelfinale perfekt machen. Die Ausgangslage war klar: Mit einem Sieg würde die Eintracht in Europa überwintern. Vor dem abschließenden Spiel lag die Truppe von Trainer Adi Hütter einen Zähler hinter ​Arsenal auf dem zweiten Platz. Standard Lüttich folgte mit zwei Punkten Abstand dahinter.


Zu Gast in der Commerzbank Arena waren die bereits ausgeschiedenen Portugiesen von Vitoria Guimaraes. Im Hinspiel feierte die SGE einen knappen 1:0-Erfolg in der Fremde. Im Vergleich zum 2:2 gegen die Hertha in der ​Bundesliga veränderte Hütter seine Startelf auf zwei Positionen: Kapitän Abraham rückte in die Dreierkette, Rode begann im Mittelfeld. Damit setzte Hütter auf die offensivere Variante mit Sow neben Rode und Kamada als Zehner hinter der Doppelspitze Silva/Paciencia.


Die Partie im ausverkauften Haus begann schwungvoll - mit dem überraschenden Führungstreffer der Portugiesen. In der achten Minute klingelte es im Kasten von SGE-Keeper Rönnow. Rochinha legte den Ball unhaltbar neben den Pfosten. Der Treffer war allerdings höchst umstritten. Eingeleitet wurde er mit einem klaren Foul an Rode, das Schiedsrichter Mazeika aber nicht ahndete. Guimaraes verzichtete darauf den Ball ins Aus zu schießen (Rode lag auf dem Boden) und schloss den Konter stattdessen mit der Führung ab - bitter für die Eintracht!


Eintracht dreht frühen Rückstand


Nach dem Rückstand wirkte die Eintracht zunächst ziemlich verunsichert. Viele Ungenauigkeiten prägten das SGE-Spiel in der Folge. Gut, dass die Gäste in Form von Keeper Miguel Silva ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk dabei hatten. Nach einem Eckball klärte  Vitoria zunächst, da Costa köpfte den Ball wieder hoch in den Strafraum in Richtung Tor. Silva stieg hoch, um den harmlosen Ball runterzupflücken, die Kugel rutschte aber durch seine Finger in die Machen - 1:1!


Nur sieben Minuten später gelang dann sogar die Führung: Kamada musste nach einer flachen Hereingabe von Kostic am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten. Die Adler drehten die Partie und gingen damit als Tabellenführer in die Pause. Im Parallelspiel zwischen Arsenal und Lüttich blieb Durchgang eins torlos.


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Doppelschlag in den Schlussminuten: Eintracht muss lange zittern


Zehn Minuten waren in Hälfte zwei gespielt, da sorgte Florent beinahe für einen Schockmoment. Aus gut 30 Metern feuerte er einen fulminanten Fernschuss ab, der aber nur gegen den SGE-Querbalken donnerte. 


Die Eintracht wirkte nach Wiederanpfiff nicht immer voll auf der Höhe. Die Gefahr des Ausgleichstreffers schwebte über den Köpfen der Spieler - zumal Lüttich gegen Arsenal mit 2:0 erhöhte. Ein weiterer Treffer für die Belgier und eines für Guimareas und die Eintracht wäre plötzlich ausgeschieden.


Zehn Minuten vor Schluss glich Arsenal im Parallelspiel mit einem Doppelschlag aus - beruhigend aus Frankfurter Sicht. Beunruhigend war wenig später dagegen der Ausgleich der Gäste. Nach einem Eckball in der 85. Minute sprang Musrati der Ball vor die Füße, sein Schuss wurde von Paciencia so unglücklich abgefälscht, dass er im hohen Bogen hinter Rönnow im Kasten einschlug.


Und es kam noch schlimmer! Nur zwei Minuten später drehte Vitoria die Partie. Wieder war es ein abgefälschter Schuss - dieses Mal von Gelson Fernandes, der den Fernschuss von Edwards unhaltbar machte.