​Vor drei Spielen übernahm Jens Keller das Zepter des abstiegsbedrohten Zweitligisten FC Nürnberg. Seitdem verbuchten die Franken nur einen mageren Punkt, schossen ein einziges Tor. Gefährlich ist anders. Nun sollen Siege folgen, egal wie. Für Kellers Spielphilosophie ist keine Zeit. 


​Siegen, egal wie. Kampf, Schweiß und Tränen - so hört sich Abstiegskampf an. Für Nürnbergs neuen Trainer Keller geht es mit seinem Team ums nackte Überleben. Der Status quo lautet neun sieglose Spiele, Platz 16, zwei Punkte vor Schlusslicht ​Dresden. Zeit zur Etablierung seiner Spielphilosophie hatte der 49-jährige Übungsleiter nicht. Nun forderte Keller gegenüber der Bild die ersten drei Punkte seiner Amtszeit. Am Sonntag empfängt der Club Nordlicht ​Holstein Kiel, im letzten Spiel des Jahres reist dann der direkte Konkurrent aus Dresden in das Max-Morlock-Stadion. 

Jens Keller

Kann bisher gar nicht zufrieden sein: FCN-Coach Jens Keller holte erst einen Punkt


"Wir müssen schauen, wie wir mit dem Kader Punkte holen können. Dass wir ohne Vorbereitung nicht sofort meinen Fußball spielen können, ist klar. Wir probieren da hinzukommen, aber das geht nicht so schnell", betonte Keller und stellt für die kommenden Heimspiele vor allem Kampf und harte Arbeit in den Vordergrund. 


​Der Tabellen-Keller der 2. Bundesliga

​PlatzVereinPunkte
14​VfL Bochum​17
15​St. Pauli​15
16​FC Nürnberg​15
17​SV Wehen​14
18​Dynamo​13

Nach der Winterpause hat der ehemalige ​Schalke-Coach dann mehr Zeit, sich mit dem Team zu identifizieren und seine Taktiken und Vorstellungen zu etablieren. Im Training sollten die Nürnberger bis dato vor allem offensive Aktionen wie den Torschuss trainieren. Bei der 3:1-Pleite in Stuttgart am vergangenen Montag gelang den Spielern lediglich ein Torschuss, der zum zwischenzeitlichen 1:0 durch FCN-Angreifer Michael Frey führte. Obendrein hatte die Keller-Elf nur 25 Prozent Ballbesitz. Für Keller gibt es im Winter also genug zu tun. Gegen Kiel und Dresden muss das Runde ins Eckige - ganz egal wie.