​Die aktuelle Situation bei ​Borussia Dortmund regt nicht nur die Beteiligten zum Nachdenken an. Immer wieder überschatten herbe Rückschläge die großen Ambitionen, Licht und Schatten liegen in der bisherigen Saison bislang dicht beieinander. Mats Hummels glaubt aber weiterhin an den BVB und spricht über die kommenden Wochen bei der Borussia.


Als erfahrener Abräumer hat Mats Hummels in der ​Bundesliga schon fast alles erlebt. Nach seiner Rückkehr zu Dortmund im Sommer sammelte er weitere Geschichten, die zu seiner großen Karriere addiert werden. Rein positive Empfindungen boten die vergangenen Wochen aber nicht. Mit dem BVB hinkt er weiterhin den Erwartungen hinterher und steht oft vor wiederkehrenden Problemen.


Im Interview mit Spox spricht der Abwehrchef unter anderem über die aktuell knifflige Situation rund um den Titel-Anwärter. Auf die Medien oder das öffentliche Umfeld wollen die Profis nicht achten: "Wir schauen nur auf unsere Leistungen - und die waren sehr wechselhaft in der laufenden Saison. Noch ist aber rein gar nichts verloren. Wenn wir zu unserer Form finden und eine Serie starten, können wir in der Tabelle ganz schnell dahin kommen, wo wir hinwollen."


Hummels findet Gefallen am neuen System des BVB


Eben diese Erfolge soll die Mannschaft in den kommenden Wochen mit einer bedeutenden Umstellung erreichen.​ Nach immer wieder auffälligen Defensivproblemen ließ Trainer Lucien Favre zuletzt zwei Mal mit einer Dreierkette spielen. Sowohl bei der ​Hertha als auch gegen ​Düsseldorf führte dies zu ersten Erfolgen. Die Umstellung kam bei Hummels gut an, auch wenn er aufgrund seiner Gelb-Roten Karte noch nicht allzu viel mit dem neuen System zu tun hatte.

Mats Hummels

Hummels ist ein Fan von der Dreierkette



"In Berlin hat das Pressing bis zu meinem Platzverweis sehr gut funktioniert. Wir hatten in den gefährlichen Räumen sehr viele Ballgewinne, wodurch sich viele Räume geöffnet haben. Das ist in unseren Spielen, in denen der Gegner oft sehr tief und kompakt steht, Gold wert", so Hummels. Fortan könnte Dortmund öfter zu dieser Taktik greifen, somit wäre die Offensive noch deutlich variabler.


Dass aktuell alle Profis um einen Startplatz kämpfen müssen, unterstützt der 30-Jährige ebenfalls. Dabei sei es allerdings wichtig, nicht allzu viel zu überstürzen. "Generell finde ich Automatismen in den Mannschaftsteilen sehr wichtig. Diese kann man sich aber auch in verschiedenen personellen Konstellationen erarbeiten. Es kommt mit der Zeit, dass jeder seine Aufgaben genau kennt und weiß, was der Nebenmann macht. Auch in diesem Bereich sind wir dran", erklärt der Defensivspieler.


Hummels plädiert für Wintertransfers


Trotzdem überlegen die Verantwortlichen, während der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. Einen Qualitätsschub könnte die Borussia vermutlich noch gebrauchen, dazu werden die intensiven Wochen mit dem europäischen Wettbewerb viele Kräfte kosten. Dortmunds Anker befürwortet weitere Einkäufe, allerdings sollte dabei die Klasse stimmen.


"Es kann sinnvoll sein. Dennoch können wir auch mit dem vorhandenen Personal viele Dinge verbessern. Wenn wir mit einem Transfer aber große individuelle Klasse dazu holen können, spricht absolut nichts dagegen." So oder so schaut Hummels der Zukunft also mit großen Ambitionen entgegen. Sein Ziel ist klar, die Rückrunde soll so erfolgreich wie möglich gestaltet werden. Was mit dem neuen System und potentielle Neuzugängen dann machbar ist, wird sich zeigen.