​Für die ​Bundesliga-Profis geht es in wenigen Wochen in die Winterpause. Die Erholung rund um Weihnachten soll die Mannschaften auf die intensive Rückrunde vorbereiten, doch auch das Fest hat einen hohen Stellenwert. ​Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt dürfte momentan einige Wünsche an den Weihnachtsmann haben.


Endlich mal zu null


Beschert wurde der SVW in dieser Saison schon reichlich, meistens aber mit Gegentoren. In jedem Spiel, egal ob erste Liga oder DFB-Pokal, fing sich Werder bisher einen Gegentreffer​. Egal ob gegen Atlas Delmenhorst, ​Paderborn oder ​Borussia Dortmund. Ohne ging es bisher nie, auch bis zur Winterpause warten noch offensivfreudige Mannschaften.


Dass sich Kohfeldt daher endlich einmal eine weiße Weste wünscht, dürfte klar sein. Immerhin ist eine stabile Defensive die Grundlage für die dringend benötigten Ergebnisse. Bis Weihnachten könnten für den Übungsleiter noch einige Gegentreffer in den Türchen des Werder-Adventskalenders warten, im neuen Jahr sollen sich seine Weihnachtswünsche aber erfüllen.


Eine Prise Konstanz im Kuchen der Besinnlichkeit


Ja, auch an der Konstanz​ hapert es in Bremen gewaltig. Immer wieder konnte Werder mit guten Leistungen überzeugen, belohnte sich aber aufgrund vieler Schwächephasen nicht für den Einsatz. Dabei haben die vielen Mannschaftsteile nicht nur mit anhaltenden Formschwankungen zu kämpfen, selbst während einer Partie erlebten die Bremer oft Licht und Schatten.

Maximilian Eggestein

Maxi Eggestein sucht weiterhin seine Form


Die Leistungsträger waren dabei ebenso betroffen wie die jungen Nachwuchshoffnungen. Milot Rashica erwischte gegen Paderborn einen rabenschwarzen Tag, Maximilian Eggestein hinkt schon seit Monaten seiner Bestform hinterher. Mit weniger Achterbahn könnten Kohfeldt vermutlich sehr gut leben, nur so wird die Wende nachhaltig gelingen.


Ein Wellness-Paket für Claudio Pizarro


Weihnachten ist das Fest der Liebe, dementsprechend sollen die Werderaner ihre Habseligkeiten auch ​teilen. Für Sturm-Oldie Claudio Pizarro dürfte sich Kohfeldt vor allem eine erholsame Therapie wünschen, die den 41-Jährigen noch einmal die Energie für ein halbes Jahr geben kann. Bisher war der Peruaner kaum noch eine sportliche Bereicherung, laborierte oft an kleineren Verletzungen und baute konditionell immer weiter ab.

Claudio Pizarro

Mit 41 Jahren hat Claudio Pizarro immer mehr mit dem Alter zu kämpfen


Dass er für wenige Monate noch einmal flott gemacht werden kann, wäre für den SVW aber enorm wichtig. Vor allem in einem Abstiegskampf könnte der Angreifer zum entscheidenden Faktor werden, die Erfahrung und Spielintelligenz ist weiterhin von enormem Wert. Ob Kohfeldt seinen vier Jahre älteren Schützling bis zu dessen Karriereende noch einmal in Form bringen kann ist noch fraglich.


Grün-Weiße Weihnachten


Gemäß der Tradition wünscht man sich in Bremen jedes Jahr grün-weiße Weihnachten. Für wenige Tage soll der teils brüchige Zustand der alten Liebe vergessen und dafür die glorreichen Zeiten in Erinnerung gerufen werden. Im Hinblick auf die aktuelle Situation ist eine kurze Verschnaufpause und das Runterkommen zu Weihnachten eine wohltuende Auszeit.


Doch während der Feierlichkeiten darf das Ziel nicht vergessen werden, denn auf ganz Bremen wartet im kommenden Jahr eine große Aufgabe. Das Ende Hinrunde wird zeigen, wohin der Blick nach der Winterpause gerichtet werden muss. Alle Beteiligten wünschen sich eine sorglose Rückrunde mit einigen Erfolgen, die Ruhe um Weihnachten soll nur zum Vorboten des stürmischen Bremer Aufbruchs im neuen Jahr werden.


Florians Weihnachts-Wunschliste: