Beim ​5:0-Sieg von Borussia Dortmund über Fortuna D​üsseldorf trumpften viele Spieler auf; Dan-Axel Zagadou zählte erneut dazu. Der Franzose erwies sich in seinem zweiten Startelfeinsatz in Folge als resoluter Abwehrspieler, der den Blick immer auf das Wesentliche gerichtet hat.


Zagadou durchlebte in der Hinrunde die wohl schwierigste Phase seit seinem Wechsel zum ​BVB. Lucien Favre degradierte den hochtalentierten, aber fehleranfälligen Innenverteidiger endgültig zum Bankdrücker und gewährte ihm selbst dann keine Chance, als Manuel Akanji seinerseits durch zahlreiche individuelle Patzer auffiel. 


Nach dem ersten Startelfeinsatz in der zweiten Runde des DFB-Pokals durfte der 20-Jährige zuletzt zweimal in Folge in der ​Bundesliga von Anfang an ran. Favre wählte in den Spielen gegen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf eine 3-4-3-Formation, die neben der geballten Offensiv-Power auch Zagadou in der Defensive beinhaltet. Unabhängig von der Personalie Mats Hummels, der ihm in der Viererkette die Position des linken Innenverteidigers streitig macht, durfte sich Zagadou beweisen - und zeigte über 180 Minuten sein großes Potenzial.


Zagadou: "Habe nie aufgegeben"


Rustikal, aber nicht überhart geht er in Zweikämpfen zu Werke, gegen Düsseldorf wagte er es sogar, sich am Spielaufbau zu beteiligen. Individuelle Patzer aus der Vorsaison waren nicht auszumachen, Zagadou wirkt schlicht und ergreifend wie ausgewechselt. Dass er seine Leistungssteigerung nun auch auf dem Spielfeld präsentieren darf, freut ihn umso mehr.

"Natürlich war ich zwischendurch frustriert", sagte Zagadou der Funke Mediengruppe nach Schlusspfiff, "aber ich habe nie aufgegeben - und die Arbeit hat sich gelohnt." Sofern Favre am 3-4-3 festhält, wird er auch in den kommenden Wochen regelmäßig der Startelf angehören. Einen Anlass, etwas an der Formation zu ändern, bietet sich nach den beiden jüngsten Siegen nicht.