​Unter der Regie von Interimstrainer Hansi Flick stimmt mittlerweile die Leistung. Was die Punkteausbeute anbelangt, sieht es allerdings weiterhin düster aus. Zum zweiten Mal in Folge verliert der FC Bayern ein Spiel trotz deutlicher Überlegenheit. Zumindest muss man sich nach der verletzungsbedingten Verletzung von Corentin Tolisso keine zusätzlichen Sorgen machen. 


Der französische Mittelfeldspieler wurde gegen Gladbach bereits nach 20 Minuten ausgewechselt. Nach dem Spiel stellte sich nach AZ-Angaben jedoch heraus, dass er sich wahrscheinlich lediglich eine Muskelverhärtung zugezogen hat. Eingehende Untersuchungen werden am morgigen Sonntag genauere Infos liefern.

Auch Jerome Boateng wurde wegen Beschwerden ausgewechselt, in der 68. Minute kam für ihn Javi Martinez in die Partie. Der Spanier verursachte den folgenschweren Elfmeter in der Nachspielzeit. "Jerome Boateng hatte schon in der ersten Halbzeit Probleme. Wir mussten den Wechsel vornehmen. Er (der Wechsel) hat uns nicht in die Karten gespielt. Wir mussten es aber annehmen"​​, so Flick hierzu (via Sport 1). Eine schwere Verletzung hat sich der Innenverteidiger aber wahrscheinlich ebenfalls nicht zugezogen.


In den nächsten Tagen wird man sich also viel mehr mit der heutigen 1:2-​Niederlage beschäftigen. Bayern liegt mittlerweile sieben Punkte hinter dem Tabellenersten Borussia Mönchengladbach. "Die Tabelle lügt nicht", erklärte ein besorgter Hansi Flick. Müller schlug in dieselbe Kerbe: "Wir müssen so schnell wie möglich Punkte holen. Sonst sieht es schattig aus."

Über den Elfer wollten die Bayern-Stars nicht diskutieren. Viel mehr sorgte die nicht gegebene Nachspielzeit von vier Minuten für Unmut. Obwohl Gladbach mit dem Elfer und anschließenden Torjubel reichlich Zeit von der Uhr nahmen, pfiff Schiedsrichter Marco Fritz das Spiel kurz danach ab. 


Nun muss man sich ernsthafte Gedanken über die weiteren Spiele machen. Mit dieser Chancenverwertung könnte die Flick-Truppe auch gegen Bremen, Freiburg und Wolfsburg wichtige Punkte liegen lassen. Der Hype rund um den Interimstrainer könnte somit blitzschnell verschwinden - und somit auch seine Ambitionen auf ein längerfristiges Engagement. Zum jetzigen Stand ist sein Posten nur bis zum Winter gesichert.