Am vierzehnten Spieltag der Saison muss ​Schalke 04 bei ​Bayer Leverkusen antreten. Beide Teams weisen derzeit einen Formanstieg auf und wollen die drei Punkte für sich beanspruchen. So könnte die Startaufstellung von S04-Coach David Wagner aussehen.


Was den Schalke-Kader für das Spiel gegen Leverkusen betrifft, gibt es nur eine kleine Änderung zur Vorwoche. Mark Uth wird nach seiner Zwangspause am vergangenen Wochenende (Adduktorenprobleme) wieder Bestandteil des Kaders sein. Ob er direkt eine Option für die Startelf sein kann, ist aber noch offen. 


Tor und Abwehr - kurzer Nastasic-Schock mit Entwarnung


Im Tor wird Schalke, wie gewöhnlich, mit Alexander Nübel auflaufen. Noch immer scheint sich beim 23-Jährigen keine Entscheidung anzubahnen, was seine sportliche Zukunft betrifft. In der Abwehr wird es sehr wahrscheinlich auf die vier Akteure der letzten Spiele hinauslaufen. Während Jonjoe Kenny und Bastian Oczipka bisher die absoluten Dauerbrenner von Königsblau waren, dürften sie auch an diesem Spieltag erneut in der Startelf stehen und ihre Serie somit weiter ausbauen.

Dazu wird Ozan Kabak erneut als Innenverteidiger auflaufen. In den letzten Spielen hat er stets sehr gute, sichere und souveräne Leistungen gezeigt, wodurch er sich häufig einen Platz in einigen Spieltags-Mannschaften gesichert hat. Bei Matija Nastasic gab es am Donnerstag einen kurzen Schock, als die Nachricht die Runde machte, der Serbe hätte nur leichte Laufeinheiten absolvieren können. Wagner gab auf der Pressekonferenz aber die Entwarnung: Es habe sich lediglich um einen Schlag in der Kniekehle gehandelt, Nastasic wird voraussichtlich ohne Schmerzen spielen können. 


Das Mittelfeld - erneute Umstellung zur Raute?


Gegen Bayer Leverkusen könnte man erneut die Umstellung auf das 4-4-2 System mit Raute erwarten. Das hat Wagner bereits bei mehreren Mannschaften gemacht, die selbst spielstark und offensiv auftreten wollen, wie zum Beispiel (sehr erfolgreich) gegen ​RB Leipzig. In diesem Fall würde Omar Mascarell die Rolle des defensiven Mittelfeldspielers übernehmen. Der Spanier ist mittlerweile unverzichtbar für Schalke geworden. 


Omar Mascarell,Bastian Oczipka

Omar Mascarell (li.) hat mittlerweile eine wahre Schlüsselrolle beim FC Schalke 04 eingenommen



Die beiden Achter-Positionen an den Seiten könnten für Suat Serdar und Weston McKennie gedacht sein. Während Serdar aufgrund der letzten Wochen gesetzt sein dürfte, könnte man mit McKennie anstatt Daniel Caligiuri auf einen aggressiveren und umschalt-stärkeren Spieler setzen. Gegen den Ballbesitz-Fußball von Peter Bosz könnte dies ein wichtiger Schlüssel sein. Die Position des offensiven Mittelfeldspielers, des Zehners, wird natürlich Amine Harit überlassen. 


Der Sturm - Uth kehrt zurück, doch was ist mit Matondo?


Sollte tatsächlich auf das 4-4-2 umgestellt werden, muss man zwei Stürmer-Positionen besetzen. Die eine müsste Benito Raman sicher haben. Der belgische Neuzugang blühte in den letzten Wochen regelrecht auf und war einer der wichtigsten Spieler auf dem Feld. Mit seinem Antritt und seiner Geschwindigkeit wird er wieder für ein hohes Pressing sorgen, sowie sich im Umschaltspiel als Waffe etablieren wollen.

Dass Mark Uth nach kurzer Pause zurückkehrt, freute Wagner. Möglicherweise ist er direkt fit genug, um ein ernsthafter Kandidat für die Startelf zu sein. Auch wenn er nicht allzu sehr zu überzeugen wusste, hatte er über mehrere Partien das Vertrauen des Trainers geschenkt bekommen. Eine Alternative, vor allem angesichts des möglichen Spielplans, wäre allerdings auch Rabbi Matondo. Als man gegen Leipzig, die ​TSG Hoffenheim oder auch ​Borussia Dortmund auf eine ähnliche Herangehensweise vertraute, war auch Matondo durch sein Tempo eine gefährliche Waffe. Da man mit dem Duo Raman-Matondo allerdings keinen körperlichen Zielspieler hätte, ist diese Variante eher unwahrscheinlich.

Die potenzielle S04-Startelf im Überblick: