Der Name Edison Cavani ist in diesen Wochen einer der meistgenannten, wenn es um eventuelle Transfers, entweder schon in diesem Winter, spätestens aber im Sommer 2020, geht. Immerhin läuft der Vertrag des Uruguayers bei Paris St.Germain im Juni kommenden Jahres aus. 


Und ​Atlético Madrid wiederum ist einer der Klubs, die am häufigsten genannt werden, wenn es um irgendwelche Spekulationen bezüglich Europas Top-Stürmer, und somit auch um Cavani, geht. Der spanischen (und in Madrid erscheinenden) Fachzeitung as zufolge, soll der amtierende spanische Vize-Meister den Spieler bereits kontaktiert haben. 

Eine dem Spieler nahe stehende Bezugsperson bestätigte dies gegenüber der genannten Zeitung: "Wir haben einen Anruf von Atlético erhalten. Es gibt ein Interesse, aber wir haben noch nicht über Details gesprochen. Wir sind erst am Beginn der Verhandlungen."

Das übliche Geplänkel halt.


Eine Verpflichtung des 32-jährigen Südamerikaners würde für Atlético Madrid auf jeden Fall Sinn machen. Der Uruguayer weiß einfach, wo das Tor steht. Für seinen aktuellen Klub traf der wuchtige Stoßstürmer in 289 Spielen satte 195 mal. Eine beeindruckende Quote. 


Im Sturm drückt bei Atlético der Schuh


Von der die Stürmer im aktuellen Atlético-Kader allesamt ein gehöriges Stück weit entfernt sind. Ein Diego Costa traf in der laufenden Spielzeit in elf Liga-Spielen nur zweimal. Überspitzt formuliert könnte man behaupten, dass man diese Quote auch billiger hätte haben können, als die kolportierten 66 Millionen, die Atlético im Winter 2018 an Chelsea zahlte, um den verlorenen Sohn in den Süden der spanischen Hauptstadt zurückzuholen. Schon die letzte Saison konnte Costa nicht wirklich überzeugen (2 Tore und 2 Vorlagen in 16 Liga-Spielen). 


Costas Sturmpartner Álvaro Morata hat zwar eine mehr als doppelt so hohe Trefferausbeute - 5 Tore in 12 Liga-Spielen sind auch tatsächlich keine wirklich schlechte Marke. Aber eben auch nicht gut genug für eine Mannschaft mit den Ambitionen von Atlético Madrid. Vorne also drückt der Schuh bei Atlético - was auch gerade einmal 15 Tore in 16 Spielen in dieser Saison mehr als deutlich aufweisen. 


Doch ganz leicht wird der Cavani-Deal für die Colchoneros nicht. Cavani ist zwar kein Jungspund mehr, dennoch werden die katarischen Besitzer von PSG den Stürmer nicht verschenken. Ein im Raum stehender Wechsel schon im kommenden Wintertransfer-Fenster scheint entsprechend schwierig zu realisieren sein. Besagte Quelle bewertete ihn sogar als "sehr schwierig". Doch was ist im Winter nicht ist, kann ja im Sommer noch kommen. Dann wäre Cavani frei zu haben. 


Beerbt Cavani die Legende Forlán?


Cavani selbst soll sich angetan von der Möglichkeit gezeigt haben, seine Karriere in Spanien fortzusetzen. Neben Erleichterungen auf privater Ebene (wie der Sprache) müsste Cavani auch keine großen Einbußen hinnehmen, was sportliche Ziele anbelangt. Das Projekt Atlético gilt als ehrgeizig. Die in den letzten Jahren erworbene Rolle des spanischen Gigantenjägers will man noch eine ganze Weile spielen. 


Und auch in der Königsklasse ist dem Ehrgeiz der rojiblancos per se kein Limit gesetzt. Im Umfeld erinnert sich noch ein jeder an die beiden Champions League-Finals (2014 und 2016) gegen Real Madrid. 


Edinson Cavani

Rekord-Verpflichtungen wie die des letzten Sommers von Joao Félix (für 126 Millionen Euro von Benfica losgeeist) untermauern die Ambitionen von "Atleti", wie er von seinen Fans liebevoll genannt wird. 


Desweiteren wird auch Edison Cavani mitgekriegt haben, wie einer seiner Landsleute die wohl beste Zeit seiner Karriere im Süden Madrids verbracht hat: Uruguays Legende der Neuzeit, Diego Forlán, spielte von 2007 bis 2011 für Atlético und gewann, auch dank seiner beiden Tore im Finale von Hamburg, 2010 die Europa League (2:1 n.V. gegen Fulham).