Dass Mats Hummels ein Spieler ist, der auch gerne mal klare Worte ausspricht, ist längst keine Überraschung mehr. Als seine Worte zum Pressing von ​Borussia Dortmund jedoch als Kritik an Trainer Lucien Favre angesehen wurden, wollte er dies klarstellen. "Das ist Quatsch", sagte er über etwaige Differenzen mit dem Coach.


"Sagen wir mal so, wir tun uns im 4-1-4-1 leichter zu pressen. Ich belasse es dabei", sagte Mats Hummels nach dem 3:3-Remis gegen den ​SC Paderborn gegenüber DAZN. Worte, die in der breiten Fußball-Öffentlichkeit als Kritik und kleine Spitze gegen Trainer Lucien Favre verstanden wurden. Nicht zuletzt, weil dieser in der Regel auf sein altbewährtes 4-2-3-1 System setzt - womit der eine oder andere Spieler scheinbar Probleme zu haben scheint. 


Hummels von Kritik-Resonanz überrascht - Differenzen zu Favre gebe es nicht


Dass seine Worte so aufgefangen wurden, habe Hummels dann doch überrascht. "Es gibt keine Differenzen mit dem Trainer. Das ist Quatsch", stellte er gegenüber der Sportbild klar. Man habe zudem "eine sehr gute Basis" mit regelmäßigem Austausch. "Ich bin von seinen Ideen angetan", so der im Sommer zurückgekehrte Abwehrchef weiter, der sich über die Auslegung seiner Worte wunderte. Schließlich würde er so überhaupt nicht denken. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte über ein angebliches "kühles Verhältnis" zwischen ihm und Favre.


Kritik sei seine Aussage jedoch keineswegs gewesen. Ihm sei schlichtweg aufgefallen, dass sich die Mannschaft im 4-1-4-1 auf das Pressing bezogen leichter tut. Doch auch der Trainer scheint diese Meinung zu teilen, so Hummels weiter: "Ich habe das Gefühl, dass der Trainer gegen Paderborn den gleichen Eindruck hatte, sonst hätte er nicht darauf umgestellt." 


Wichtig wäre es auch für das Verständnis, erklärte er weiter, dass derartige öffentliche Aussagen - wenn sie von ihm kommen - mit "sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit" auch zuvor schon intern angesprochen wurden. Dass er seinem Unmut somit in der Öffentlichkeit Raum geben wollen würde, wäre nicht zuletzt deshalb unsinnig. 

Lucien Favre

Steht trotz des Sieges zuletzt noch immer in der Kritik: BVB-Trainer Lucien Favre


Nach dem knappen 2:1-Erfolg gegen ​Hertha BSC stehen für die Dortmunder zwei enorm wichtige Spiele an. Am Samstag muss man gegen ​Fortuna Düsseldorf wieder einen Positiv-Trend beginnen, und schon am darauffolgenden Dienstag steht das alles entscheidende Duell gegen Slavia Prag in der Champions League an. Wenn man die Gruppenphase überstehen will, muss man selbst gewinnen, während der ​FC Barcelona gegen Inter Mailand standhalten muss.