Der Ausdruck "Befreiung" trifft die aktuelle Stimmungslage in ​Bremen wohl am besten. Nach acht sieglosen Partien gelang dem SV Werder endlich wieder ein Erfolg, in ​Wolfsburg erkämpften sich die Norddeutschen einen 3:2-Sieg. Die Aufbruchsstimmung ist greifbar, der Grundstein für die Wende ist gelegt.


Endlich konnte Werder wieder einmal jubeln, nach Wochen der Enttäuschung feierten die Grün-Weißen einen immens wichtigen Auswärtserfolg beim VfL Wolfsburg. Bremen kann also noch gewinnen und schoss sich mit einem beherzten Auftritt zumindest kurzfristig aus der Krise. Nun will die Elf von Trainer Florian Kohfeldt weiter angreifen und den Rückenwind nutzen.


Wichtige Wochen bis zur Rückrunde


Dabei kommt es für den SVW vor allem auf die nächsten Duelle an. Das ausgegebene Punkteziel von mindestens zwanzig Zählern bleibt weiterhin bestehen, dementsprechend will Bremen alles aus den vier Partien bis zum Winter herausholen. Im Hinblick auf das große Saisonziel kann Werder neue Hoffnungen schöpfen, auch wenn noch lange keine Sicherheit oder Entspannung angesagt ist.

Schlussjubel Bremen

Die Mannschaft konnte sich endlich für die Energieleistung belohnen


Um sich eine bestmögliche Ausgangslage vor der Rückrunde zu verschaffen, wollen die Bremer noch mindestens drei Siege einfahren. Das restliche Programm lässt dies in jedem Fall zu, vor allem wenn die gezeigten Leistungen erneut auf den Punkt gebracht werden können. Ein Unterschied zu den Vorwochen war in Wolfsburg voranging die Belohnung für den Einsatz, die auch aufgrund individueller Fehler in den vergangenen Partien nicht erarbeitet werden konnte.


Dazu kommt die baldige Rückkehr von Niklas Moisander, der seit seinem Ausfall vor einigen Monaten schmerzlichst vermisst wurde. Die Qualität im Kader könnte durch ihn noch einmal gesteigert werden, vor allem defensiv soll er für die nötige Stabilität und vor allem Kontinuität sorgen. Eine weiße Weste gab es für den SVW noch nicht, in den letzten Duellen sorgte vor allem dieser Umstand für einige Punktverluste. Findet sich die Defensive, wird Werder nur extrem schwer zu schlagen sein.


Bessere Hinrunde als im Vorjahr möglich


​Der SVW will nun den Ehrgeiz nutzen und die Wochen der Krise vergessen machen. Mit drei Siegen könnte sogar die Hinrunde aus dem vergangenen Jahr zumindest punktemäßig überboten werden. Bekanntlich reichte die vergangene Spielzeit fast für Europa, welche Gedankenspiele nun auf dem Programm stehen dürften, wird sich zeigen.


In jedem Fall hat Florian Kohfeldt bewiesen, dass seine Arbeit und die Umsätze gefruchtet haben. Und genau deswegen wollen die Norddeutschen jetzt so richtig durchstarten. Als nächstes wartet Kellerkind ​Paderborn; vor heimischem Publikum soll gezeigt werden, dass Werder wirklich nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben will.