​Mit zwei Toren hatte Milot Rashica am vergangenen Sonntag einen erheblichen Anteil daran, dass der ​SV Werder Bremen ​den VfL Wolfsburg ​mit 3:2 in die Knie zwingen und endlich mal wieder einen Dreier einfahren konnte. Ohnehin ist der Kosovare seit Monaten die prägende Figur im Spiel der Hanseaten. Um in Zukunft finanziell auf noch gesünderen Beinen zu stehen, könnte sich dennoch ein Verkauf im kommenden Sommer anbahnen.


Die bisherige Saisonbilanz von Rashica spricht eine eindeutige Sprache. Sechs eigene Treffer und drei Torvorlagen machen den Linksaußen zum absoluten Topscorer der Werderaner. Diese Statistik ist umso bemerkenswerter, wenn man sich vor Augen führt, dass Rashica in der frühen Saisonphase aufgrund eines Muskelfaserrisses zeitweise zum Zuschauen verdammt gewesen war und vier Spiele pausieren musste. Seit seiner Rückkehr war Rashica ​fast in jedem Spiel an mindestens einem Treffer beteiligt und auch sonst ein ständiger Aktivposten.


Marktwert von Rashica steigt und steigt


Als Rashica im Januar 2018 vom niederländischen Klub Vitesse Arnheim verpflichtet wurde, ließen sich die Bremer das Ganze sieben Millionen Euro kosten. Nach leichten Anlaufproblemen wurde spätestens in der vergangenen Spielzeit klar, dass die Kaderplaner bei dieser Investition ein gutes Näschen bewiesen hatten. Nicht von ungefähr soll Benfica bereits im vergangenen Sommer bei Werder angeklopft und für den Offensivspieler 18 Millionen Euro Ablöse geboten haben.


Die Bremer wimmelten aber rasch ab und unterstrichen, dass sie den gemeinsam eingeschlagenen Weg fortsetzen möchten. Wenn man einem Bericht der BILD Glauben schenken kann, beziffern die Werderaner den Wert ihres Angreifers mittlerweile auf eine Summer zwischen 40 und 50 Millionen Euro - Tendenz steigend! 

Milot Rashica

Verkauf wäre ein wirtschaftlicher Quantensprung


Das aktuelle Arbeitspapier von Rashica läuft erst im Sommer 2022 aus. Prinzipiell könnte sich Werder eine Vertragsverlängerung sehr gut vorstellen, da bislang aber keine Einigung mit Rahsica-Berater Altin Lala gefunden werden konnte - Reizpunkt soll dabei eine Ausstiegsklausel sein - spielen die Bremer mittlerweile angeblich auch mit dem Gedanken, durch einen Verkauf noch einmal richtig Kasse zu machen.


Sollten die Bremer durch eine Trennung tatsächlich in etwa 50 Millionen Euro generieren können, wäre dies für die Hanseaten ein echtes Novum. Nur zum Vergleich: Für ihren bisherigen Rekordverkauf Diego hatten die Bremer vor zehn Jahren lediglich 27 Millionen Euro kassiert. 


Baumann muss das große Ganze im Blick behalten


Rashica selbst machte bislang zwar keine öffentliche Andeutungen in Richtung eines Wechsel, klar ist aber dennoch, dass die Chancen auf einen Verbleib bei einem Verpassen der internationalen Wettbewerbe - und danach sieht es trotz des Sieges gegen die Wölfe derzeit aus - nicht gerade steigen dürften.​


Das Spielerprofil von Milot Rashica:

Position​​Linksaußen
​Alter​23
​Marktwert​20 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2022
​Werder-Spiele​51
​Werder-Scorerpunkte​30

(Marktwert laut transfermarkt.de)


​Sportchef Frank Baumann wollte sich bislang zwar noch nicht zu dieser Personalie äußern, gab zuletzt aber zu bedenken, dass die Werderaner bei Zeiten wieder auf etwas mehr Einnahmen angewiesen sind. "Wir sind im Sommer ein Risiko eingegangen. Da haben wir nicht viel eingenommen und dennoch einiges ausgegeben. Natürlich wird es dann wahrscheinlicher, dass wir im kommenden Sommer ein, zwei Stammspieler abgeben", wird der 44-Jährige von der BILD zitiert.


Verwendungszwecke für einen möglichen Geldsegen gäbe es bei den Bremern definitiv zu genüge. So gilt es zum einen, den geplanten Neubau eines Nachwuchsleistungszentrums zu refinanzieren. Weitere Gelder werden zudem dafür benötigt, die Rest-Ablösen für die Leih-Profis Leonardo Bittencourt und Ömer Toprak zu stemmen.