Nach seiner Entlassung bei ​Tottenham Hotspur ist Mauricio Pochettino das begehrteste Prospekt auf dem Trainermarkt. Europas halbe Elite soll hinter dem Argentinier her sein, der nun bei Fox Sports Argentinia über seine unmittelbare Zukunft sprach.


Der ​FC Bayern und der ​FC Barcelona sollen ihn auf dem Wunschzettel stehen haben, ​Arsenal und ​Manchester United ebenfalls. Und auch im weißen Teil Madrids fällt der Name Pochettino gerne mal. Nach seinem Abschied von den Spurs, die er in fünfeinhalb Jahren zurück an die nationale wie auch internationale Spitze führte, ist Mauricio Pochettino der aktuell gefragteste Trainer im europäischen Fußball.


Pochettino will weiterhin in Europa arbeiten


Auf Besuch in der argentinischen Heimat sprach Poch mit Fox Sports über seine Zukunftspläne und schloss dabei ein Engagement in Argentinien vorerst aus: "Im Moment ist mein Ziel, nach Europa zurückzukehren. Es fällt mir schwer, über ein Projekt in Argentinien nachzudenken. Für die Familie halte ich es noch nicht für angebracht, hier zu trainieren", erklärte der 47-Jährige. Jetzt muss ich ein paar Tage ruhig bleiben und sehen, was passiert." 

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Laut dem britischen Sunday Express existierte in seinem Vertrag mit den Spurs eine Klausel, die es Pochettino untersagt, in der laufenden Saison bei einem neuen Verein anzuheuern. Andernfalls müsse der Argentinier seine komplette Abfindung in Höhe von 12,5 Millionen Pfund an die Nordlondoner zurückerstatten. Unwahrscheinlich, dass Poch - sollte diese Klausel tatsächlich existieren - darauf verzichtet, um eine überstürzte Entscheidung zu treffen; mit seiner Reputation dürfte Pochettino auch im kommenden Sommer nicht über fehlende Angebote klagen müssen.

Pochettino: Arsenal nahezu chancenlos


Und nach eigenen Aussagen ist eine baldige Rückkehr in den europäischen Vereinsfußball ohnehin unwahrscheinlich: "Es gibt viele Vereine und viele schöne Projekte, aber jetzt ist es wichtig, nach fünfeinhalb unglaublichen Saisons bei Tottenham den Kopf frei zu bekommen. Zu regenerieren und nach der inneren Motivation suchen, sind die Ziele", sagte der 47-Jährige. Ein Wechsel zu Arsenal ist damit beinahe vom Tisch; ​die Gunners suchen derzeit händeringend nach einem Ersatz für den entlassenen Unai Emery und sind zudem als dezidierter Rivale der Spurs ohnehin ein rotes Tuch für Pochettino.


Im Rennen dürfen sich damit aber weiterhin der FC Bayern, Manchester United und der FC Barcelona - in der europäischen Blätterlandschaft die deklarierten Favoriten - wähnen. Während die Bayern vorerst ​mit Hansi Flick als Interimstrainer arbeiten und planen (ein Modell, das durchaus bis zum Sommer denkbar ist), stehen in Barcelona und ​Madrid Ernesto Valverde und Zinedine Zidane auf dem Prüfstand.