​Im zweiten Sonntagsspiel gelang dem ​SV Werder Bremen der erhoffte Befreiungsschlag. Nach acht Ligaspielen ohne Sieg feierten die Norddeutschen beim ​VfL Wolfsburg einen hart erkämpften 3:2-Auswärtserfolg und verschafften sich damit etwas Luft im Tabellenkeller. Die Wölfe zeigten eine tolle Moral und glichen zweimal aus, auf den späten Treffer von Doppelpacker Milot Rashica hatte der VfL allerdings keine Antwort mehr.


VfL-Coach Oliver Glasner beließ es nach dem 1:0-Erfolg in der Europa League über PFK Oleksandrija bei einer Startelf-Veränderung. Robin Knoche ersetzte den gesperrten Marcel Tisserand. 


Bremens Cheftrainer Florian Kohfeldt veränderte seine Anfangsformation im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen den ​FC Schalke 04 auf zwei Positionen. Leonardo Bittencourt und Christian Groß verdrängten Nuri Sahin und Sebastian Langkamp auf die Bank. 


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Beide Mannschaften gingen vom Anpfiff weg engagiert zu Werke. Die erste Torchance verbuchte Joao Victor, dessen Kopfballaufsetzer das Bremer Lattenkreuz touchierte (5.). Auf der Gegenseite landete ein Abschluss von Yuya Osako am Arm von Josuha Guilavogui. Nach Hinzuziehen des Videobeweises zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Milot Rashica ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte souverän zum 0:1 (13.). Die Hausherren waren nach dem Gegentreffer um eine schnelle Antwort bemüht. Nach einem Ballverlust von Groß setzte Wout Weghorst Joao Victor in Szene, der im Duell mit Jiri Pavlenka allerdings den Kürzeren zog (17.). 

In der Folgezeit spielte sich das Geschehen weitestgehend im Mittelfeld ab, wo sich beide Teams intensive Zweikämpfe lieferten. Zwingende Torchancen blieben in dieser Phase Mangelware. Weghorst war es in der 36. Spielminute vorbehalten, den Ausgleich zu erzielen. Nach einem Kopfball von John Anthony Brooks bugsierte der Torjäger die Kugel über die Linie. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nach einer Flanke von Ludwig Augustinsson ​traf Bittencourt mit einem sehenswerten Flugkopfball zur erneuten Führung (39.). Kurz vor der Pause verhinderte Pavlenka mit einer starken Parade gegen Guilavogui den erneuten Ausgleich (44.).

Nach Wiederanpfiff plätscherte die Partie zunächst vor sich hin. Beide Defensivreihen standen kompakt und ließen nichts anbrennen. Nach gut einer Stunde erzielte Jeffrey Bruma per Kopf den 2:2-Ausgleich, der wegen einer Abseitsstellung (nach Videobeweis) allerdings zu Recht nicht anerkannt wurde (61.). Die Wölfe investierten nun mehr in die Offensive und wurden dafür belohnt. William fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und markierte den erneuten Ausgleich (73.).

Auf der Gegenseite hatte Maximilian Eggestein sein Visier zu hoch eingestellt (78.). Wenig später schickte der Mittelfeldspieler mit einem Steilpass Rashica auf die Reise. Der Angreifer drang in den Strafraum ein und brachte seine Farben mit einem platzierten Flachschuss erneut in Front (83.). In der Schlussphase warfen die Wölfe zwar noch einmal alles nach vorne, der erneute Ausgleich wollte allerdings nicht mehr gelingen.