Beim alljährlichen Fanclub-Besuch des ​FC Bayern gastierte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag beim Fanclub Antiesental. Dabei offenbarte der 64-Jährige, dass der Rekordmeister einst an Sadio Mané interessiert war; ein Transfer kam allerdings nie zustande.


Seit 2016 steht Mané, der im vergangenen Jahr hinter Mannschaftksollege Mohamed Salah auf den zweiten Platz bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt wurde, beim ​FC Liverpool unter Vertrag. Unter Jürgen Klopp entwickelte sich der Senegalese zu einem der besten Angreifer der Welt, in dieser Saison steht er nach 20 Pflichtspielen bei 12 Toren und 5 Vorlagen.


Die Reds überwiesen zum damaligen Zeitpunkt umgerechnet etwa 41,2 Millionen Euro an den FC Southampton, der Marktwert stieg seither von 30 auf 120 Millionen Euro (via transfermarkt.de). Aufgefallen war er den Münchnern aber schon viel eher.

Im Januar 2014 bestritt der Rekordmeister ein Testspiel gegen RB Salzburg, überraschend setzten sich die Österreicher mit 3:0 durch. Mané erzielte das Führungstor. 2012 kam der Angreifer für vier Millionen Euro vom FC Metz, zwei Jahre später wechselte er für 15 Millionen Euro zu den Saints. "Wir hatten mal Interesse an Mané, aber irgendwie hat es nicht hingehauen", so Rummenigge. "Er ist dann nach Southampton und später Liverpool gewechselt. Schade."


Kagawa statt Mané: Jürgen Klopps falsches Bauchgefühl


Dabei war neben dem FC Bayern auch Borussia Dortmund interessiert, wie Jürgen Klopp im November 2016 erklärte: "Ich habe in Dortmund den Fehler gemacht, ihn nicht zu holen", sagte der 52-Jährige damals laut kicker. "Ich weiß nicht genau, warum ich ihn damals nicht verpflichtet habe. Ich mag den Spieler, es war mehr ein Gefühl. In Dortmund konnten wir nur einen Spieler für diese Position holen, nicht zwei oder drei, deswegen musste es der genau Richtige sein. Ich habe schon oft gesagt, dass ich kein Genie bin. Rund drei Monate später hätte ich mich dafür schlagen können."


Der BVB verpflichtete stattdessen Shinji Kagawa, der nach seiner Rückkehr keine allzu große Rolle spielte und aktuell in der zweiten spanischen Liga für Real Saragossa aufläuft. Bei den Bayern sind Serge Gnabry und Kingsley Coman die vorherrschenden Spieler auf den Außenbahnen, seit diesem Sommer beschäftigen sich die Verantwortlichen intensiv mit Leroy Sané. Ein Transfer platzte aufgrund der Kreuzbandverletzung im August, angesprochen auf den deutschen Nationalspieler wollte sich Rummenigge am Sonntag nicht äußern: "Ich bin lange genug im Geschäft. Wenn ich jetzt irgendwas zu dem Thema Sané sagen würde, gäbe es Unruhe und vor allem der Preis würde aus Erfahrung nicht nach unten gehen. Beides ist nicht gut."