Im Schlussspurt bis zur Winterpause warten auf ​Werder Bremen schwierige Aufgaben. Am 13. Spieltag gastieren die Bremer beim ​VfL Wolfsburg, dabei wird Florian Kohfeldt weiter auf Abwehrchef Niklas Moisander verzichten müssen. Ludwig Augustinsson bleibt derweil ein Kandidat für die Startformation.


Wer am Sonntag beginnen wird, das ließ der Werder-Trainer aufgrund der schwachen Resultate offen. Einzig für drei Spieler sprach Kohfeldt eine Stammplatz-Garantie aus: Jiri Pavlenka, Maximilian Eggestein und Davy Klassen. "Sie sind absolut gesetzt, weil ich ihnen vertraue und sie nicht weit weg sind, von dem, was sie können. Diese Frage stellt sich mir nicht im Ansatz", so Kohfeldt, der trotz des 14. Tabellenplatzes Optimismus versprüht: "Das Team reagiert gut, der Situation angemessen. Sie strahlen Unzufriedenheit, Aggressivität aus. Ich will mich aber nicht über gute Trainingswochen unterhalten. Das ist Vorgeplänkel. Wir müssen das Sonntag zeigen."


Mit Ömer Toprak, Kevin Möhwald und Niclas Füllkrug hat der SVW weiter drei Langzeitverletzte zu beklagen, kurz vor Weihnachten wird mit Niklas Moisander immerhin ein Eckpfeiler wieder zurückkehren. Der Finne werde in Wolfsburg aber noch nicht spielen können: "Die Woche ist so gelaufen, dass Wolfsburg kein Thema ist", so Kohfeldt. "Das Ziel ist eine komplette Trainingswoche vor Paderborn, gegen die er zurückkommen soll. Alle andere sind fit."

Während Fin Bartels eine Rückkehr im Winter-Trainingslager anstrebe, stehen die Chancen auf einen erneuten Startelfeinsatz von Ludwig Augustinsson gut. Der Linksverteidiger feierte nach einer Operation im Knie erst vor einer Woche bei der 1:2-Pleite gegen den FC Schalke sein Saisondebüt und holte sich prompt ein Lob vom Trainer ab: "Ludde hat das sehr ordentlich gemacht gegen Schalke. Er war ein Lichtblick. Das Knie hat nicht reagiert, das war sehr gut." Zur Regeneration habe er nicht die komplette Woche mittrainiert, deshalb gelte er als "Kandidat für die Startelf."


Wagt Kohfeldt erneut das Experiment Dreierkette?


Aufgrund der 3-4-3-Formation des VfL Wolfsburg, den Kohfeldt als "sehr gradlinig und physisch[en]" Gegner beschreibt, dürfte Werder erneut im 3-4-1-2 auflaufen. Vor Jiri Pavlenka starten voraussichtlich Milos Veljkovic, Marco Friedl und Sebastian Langkamp. Auf den Außenverteidiger-Posten könnten Ludwig Augustinsson und Theodor Gebre Selassie Platz nehmen, während Davy Klaassen und Maximilian Eggesten im Zentrum beginnen würden. Auf dem Zehner-Posten wäre dann Leonardo Bittencourt vorstellbar, während Yuya Osako und Milot Rashica voraussichtlich in der Spitze beginnen. 


Die potentielle Startelf des SV Werder im Überblick:

Pavlenka - Veljkovic, Friedl, Langkamp - Gebre Selassie, Eggestein, Klaassen, Augustinsson - Bittencourt - Rashica, Osako