​Bereits im Sommer war Leicester City an einer Verpflichtung des senegalesischen Innenverteidigers Salif Sané vom ​FC Schalke 04 interessiert. Laut der Sportwebsite The Athletic bekundet der Tabellenzweite der Premier League nun erneut Interesse hinsichtlich eines Winter-Transfers. Eine Einordnung des Gerüchts.

In den letzten Wochen und Monaten leistete Sané im Defensivzentrum der Knappen einen hervorragenden Job. Mit seiner abgezockten Defensiv-Spielweise und seiner Gefährlichkeit bei offensiven Standardsituationen vertritt der 29-Jährige seinen Vorgänger Naldo in bester Manier. Kein Wunder also, dass da erneut ein Insel-Klub anklopft. Leicester habe neben Sané auch FC Burnleys Innenverteidiger James Tarkowski auf dem Zettel. Bereits im Sommer lehnte man ein Angebot in Höhe von 23,4 Millionen Euro jedoch ab. 


Aktuell fehlt Sané wegen einer Knieverletzung, die er sich beim 3:2-Auswärtssieg in ​Augsburg zuzog, auf unbestimmte Zeit. S04-Neuverpflichtung Ozan Kabak füllt seine Lücke gemeinsam mit Matija Nastasic derzeit äußerst erfolgreich aus.


​Verletzung könnte erneuten Anlauf der Foxes stoppen


​Die Verletzung des 30-fachen Nationalspielers könnte die Pläne der Foxes durchkreuzen. Bis Sané wieder auf dem Platz steht, wird die Rückrunde schon längst wieder begonnen haben. Ein Transfer in Winter dient fast immer der direkten Verstärkung - diese würden die Engländer in Sané somit definitiv nicht finden. 


Im vergangenen Sommer suchte der Englische Meister von 2016 eine Verstärkung für den Abgang von Harry Maguire, der für 87 Millionen Euro zu Manchester United wechselte. Die fand man zwar nicht in einem Transfer von Sané oder aber Tarkowski, dafür jedoch in dem Ex-Freiburger Caglar Söyüncü. Der 23-jährige Innenverteidiger macht derzeit einen so guten Job, dass zumindest im Winter eigentlich gar kein Handlungsbedarf besteht. 


​Auch ein Sommer-Transfer ist eher unwahrscheinlich 

Im Sommer sieht das Ganze dann wieder etwas anders aus. Sané ist bestenfalls nicht verletzt, soll aber in Gelsenkirchen gehalten werden. Er hat noch einen Vertrag bis 2022 bei den Königsblauen. Liverpool-Verfolger Leicester könnte gegebenenfalls mit der Champions League locken, die aber auch für Schalke in dieser Saison durchaus machbar ist. Obendrein befindet sich Sané im besten Verteidigeralter. Sportdirektor Jon Rudkin müsste womöglich tief in die Tasche greifen, um Sané nach England zu lotsen, zumal der ehemalige Hannoveraner in der vergangenen Zeit nicht den Eindruck erweckte, er wolle den Bundesligisten verlassen.