​Für ​Borussia Dortmund steht am Mittwochabend in der Champions League das Kracher-Duell gegen den ​FC Barcelona auf dem Programm. Nach dem blamablen ​3:3-Unentschieden gegen den SC Paderborn wurde die Partie im Camp Nou ​zum Schicksalsspiel für Cheftrainer Lucien Favre ausgerufen. Enttäuschen die Schwarz-Gelben erneut, könnten die Tage des 62-jährigen Übungsleiters gezählt sein.


Wer am vergangenen Freitagabend geglaubt hat, dass der BVB vor heimischem Publikum gegen den Tabellenletzten einen lockeren Heimsieg einfahren wird, wurde eindrucksvoll eines Besseren belehrt. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit gingen die Schwarz-Gelben mit einem 0:3-Rückstand in die Halbzeitpause. Im zweiten Spielabschnitt gelang der Favre-Elf zwar eine starke Aufholjagd, nach der Partie herrschte beim Vizemeister jedoch Ernüchterung und Ratlosigkeit.


Am Samstag erklärte Sportdirektor Michael Zorc gegenüber der Funke Mediengruppe, dass Favre auch noch beim Gastspiel in Barcelona auf der Trainerbank sitzen wird. Der Funktionär nahm den Cheftrainer und die Spieler allerdings auch in die Pflicht. "Wir erwarten, dass wir da eine deutliche Leistungssteigerung sehen", gab Zorc zu Protokoll. Thomas Delaney (Bänderriss im Sprunggelenk), ​Paco Alcacer (Knieverletzung) und Jacob Bruun Larsen (Infekt) stehen für das Duell mit dem spanischen Tabellenführer nicht zur Verfügung.

 

Bewährungschance für Manuel Akanji?

Im Vergleich zum Paderborn-Spiel dürfte Favre die eine oder andere Veränderung an seiner Startelf vornehmen. Zwischen den Pfosten ändert sich allerdings nichts. Roman Bürki, der im Hinspiel (0:0) ohne Gegentreffer blieb, wird auch im Camp Nou das Tor der Schwarz-Gelben hüten.


Vor dem Schweizer Schlussmann ist Abwehrchef Mats Hummels gesetzt. Fraglich ist, wenn Favre neben dem Weltmeister aufbieten wird. Nach seiner katastrophalen Leistung gegen Paderborn dürfte Julian Weigl aus der Innenverteidigung fliegen. Manuel Akanji könnte dadurch eine Bewährungschance erhalten. Auf der linken Abwehrseite dürfte Raphael Guerreiro den Vorzug vor Nico Schulz erhalten. Rechts muss sich Favre zwischen Erfahrung (Lukasz Piszczek) und Schnelligkeit (Achraf Hakimi) entscheiden. Da Hakimi im letzten Champions-League-Gruppenspiel eine starke Vorstellung mit zwei Treffern abgeliefert hat, winkt ein weiterer Startelfeinsatz. 


Mario Götze im Angriffszentrum

Dass Favre gegen die Katalanen mit Axel Witsel nur einen Sechser und dafür zwei offensive Mittelfeldspieler aufbietet, ist eher unwahrscheinlich. Denkbar ist, dass Weigl sich auf der Doppelsechs beweisen darf. Die Zehner-Position ist für Marco Reus reserviert. Der zuletzt viel kritisierte ​Jadon Sancho konnte gegen Paderborn mit zwei Torbeteiligungen (ein Treffer/eine Vorlage) etwas Selbstvertrauen tanken. Der Youngster soll auf der rechten Außenbahn für Furore sorgen. Gleiches gilt für Thorgan Hazard auf links. Nationalspieler Julian Brandt ist ebenfalls eine Option für die offensive Dreierreihe. Für den verletzten Alcacer dürfte Mario Götze einspringen.


Die voraussichtliche Aufstellung im Überblick:


Bürki - Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Weigl - Sancho, Reus, Hazard - Götze