​Eintracht Frankfurt muss am Donnerstagabend in der Europa League beim Gruppenersten FC Arsenal antreten. Ausgerechnet im Vorfeld der wichtigen Partie müssen sich die Hessen angesichts ihres angeschlagenen Keepers Frederrik Rönnow mit einer Torhüterproblematik herumschlagen. Voraussichtlich kann der 27-jährige Däne beim Gastspiel in London aber wieder das Gehäuse hüten.


Bei der 0:2-Niederlage gegen den ​VfL Wolfsburg am vergangenen Bundesliga-Spieltag hatte Rönnow noch aufgrund eines Infekt pausieren müssen. Zuvor hatte der Vertreter der eigentlichen Nummer Eins Kevin Trapp, der aufgrund einer Schulterverletzung länger nicht zur Verfügung stehen wird, einen prima Job gemacht und sich als echter Rückhalt erwiesen. 


Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur machte Manager Bruno Hübner nun Hoffnung auf ein rasches Comeback: "Wir gehen davon aus, dass Frederik Rönnow rechtzeitig zum Spiel fit wird.


Felix Wiedwald zuletzt unsicher


Gegen die Wölfe hatte Felix Wiedwald zwischen den Pfosten der Frankfurter gestanden. Der 29-jährige Schlussmann hatte zu Beginn dabei noch einen überzeugenden Eindruck erweckt, im Laufe der Partie offenbarte sich jedoch, dass sich die fehlende Spielpraxis in den vergangenen Monaten negativ ausgewirkt hat. So zeigte der 1,90-Meter-Schlaks insbesondere bei Rückpässen einige Unsicherheiten auf und leitete durch einen groben Patzer das 2:0 der Niedersachsen ein.


Rönnow, Wiedwald und Zimmermann im Direktvergleich:

Rönnow​​WiedwaldZimmermann​
​Alter​27​29​34
Marktwert​​1,5 Mio. €​0,6 Mio. €​0,25 Mio. €
​Vertragslaufzeit​30.06.2022​30.06.2021​30.06.2021
​Eintracht-Spiele​15​17​5
Gegentore​20​26​5
​Spiele zu Null​5​4​1

(Marktwerte laut transfermarkt.de)


Sollte Rönnow nun doch auch für das Spiel gegen Arsenal ausfallen, droht auch aufgrund eines weiteren Aspekts Ungemach. So wurde Wiedwald von der Eintracht in dieser Saison gar nicht erst für die Europa League angemeldet. Eine Nachmeldung wäre aufgrund der Verletztenmisere der ​Frankfurter zwar prinzipiell möglich, ob der Antrag bis zum Anpfiff von Seiten der UEFA aber auch bearbeitet und angenommen wird, steht auf einem anderen Blatt Papier.


Leise Hoffnungen kann sich daher auch noch Jan Zimmermann machen. Da der 34-jährige Routinier einst bei der Eintracht ausgebildet worden war und er somit die Anforderungen eines Local Players erfüllt, war der Keeper bei der Anmeldung im September als dritter Eintracht-Keeper eingetragen worden. Nach insgesamt lediglich fünf Einsätzen in der Bundesliga wäre eine Partie gegen den ​FC Arsenal im Herbst seiner Karriere noch einmal ein echtes Highlight.