​Vor der Länderspielpause ging es für den ​Arsenal-Profi Granit Xhaka hoch her. Der Eklat mit seinen Fans sorgte für mächtig Wirbel, zwischenzeitlich schien er neben dem Kapitänsamt auch die Perspektive bei den Gunners verspielt zu haben. Nun steht der Schweizer aber vor seiner womöglich letzten Chance, die ihm Trainer Unai Emery gewährt.


Es war ein Dauerthema in den englischen Medien. Die großen Schlagzeilen um den 27-Jährigen sorgten für viel Ärger und noch mehr Wirbel bei den bereits gescholtenen Londonern. Die Auseinandersetzung mit den Fans entwickelte sich zu einem großen Fest der Schuldzuweisungen, was sich dementsprechend auch in die sozialen Medien zog. 


Vor der Reise zur Nationalmannschaft konnte Xhaka die​ vergangenen Tage aber reflektieren und schien neuen Mut gefunden zu haben. Zwar hatte ihm Trainer Emery weitere Einsätze in dieser Saison abgesprochen und auf einen Wechsel im Winter hingedeutet, doch nun scheint sich die Lage entspannt zu haben. Wie goal.com berichtet, habe sich das Verhältnis der beiden gebessert.

Nun steht das Duell gegen den FC Southampton an und eine Rückkehr des Schweizers ist zumindest denkbar. Emery habe sich intensiv mit seinem Mittelfeldspieler unterhalten und zeigte sich von seiner Motivation beeindruckt. "Er hat mir gesagt, er ist sehr gewillt dem Team zu helfen. Unser erstes Spiel ist am Samstag und ich werde entscheiden, ob es ein guter Zeitpunkt ist ihn zurückzubringen oder ob wir noch etwas Zeit brauchen um ihn aufzubauen."


Emery: "Xhaka liebt Arsenal"


Dabei geht es dem Übungsleiter vor allem um das Wohlbefinden Xhakas, das bei den Gunners immer noch nicht komplett wiederhergestellt sein dürfte. "Momentan ist es wichtig, wie er sich fühlt. Jetzt fühlt er sich besser und er ist bereit zurückzukommen, um uns zu helfen und auch zu der Mannschaft und den Fans wieder einen Draht zu finden." Einen ähnlichen Stand wie in der Nationalmannschaft will er sich bei den Engländern wieder erarbeiten.


Die offenen Fragen vor dem kommenden Duell bleiben aber weiterhin unbeantwortet, vor allem für Emery. Da das Spiel im heimischen Emirates Stadium stattfindet, könnte die Stimmung schnell kippen: “Vielleicht, aber es kommt darauf an. Wenn wir eine gute Einzel- und Mannschaftsleistung zeigen können, werden wir besser sein. In dieser Situationen wäre es leichter mit ihm auf dem Platz." Doch Emery wolle Xhaka langsam heranführen und sich an die neue Situation gewöhnen lassen.


Ob der Schweizer bereits am Wochenende wieder für Arsenal auflaufen wird, ist also ungewiss. Eine Zukunft hat der 27-Jährige allem Anschein nach aber definitiv in London, mit seiner momentanen Einstellung will er sich zurück in die Mannschaft kämpfen. Sein Trainer glaubt wieder an ihn und weiß, welchen Wert der Profi für den Verein hat: "Er ist ein guter Junge, ein guter Spieler und er liebt und respektiert Arsenal sehr. Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat."