Über die letzte Woche gab es verschiedene Gerüchte, dass es mehrere Bundesligisten geben soll, die Interesse an einer Leihe von Ahmed Kutucu hätten. Das Eigengewächs von ​Schalke 04 hat am Mittwoch dazu Stellung bezogen - seine für S04 positiven Aussagen zeugen von einem sehr guten Teamgeist und einer guten Einstellung.


Dass Ahmed Kutucu bisher noch keine Gelegenheit von Trainer David Wagner bekommen hat, sich in der Startelf zu beweisen, ließ einige Fans mit Kritik zurück. Immerhin haben Guido Burgstaller, sowie Mark Uth und Benito Raman in der Liga auch noch nicht überzeugen können. Schnell wurden Gerüchte laut, Kutucu könnte per Leihe Königsblau zeitweise verlassen.


"Ich habe diese Gedanken überhaupt nicht" - Kutucu-Bekenntnis ein Zeichen


"Ich weiß nicht, woher diese Gerüchte stammen", ​so der 19-Jährige auf der S04-Homepage. Kutucu weiter: "Von mir jedenfalls nicht, denn ich habe diese Gedanken überhaupt nicht." Er sei Spieler von Schalke 04, und wolle das auch bleiben, stellte er zudem klar. Für S04 in der Liga zu spielen, sei immer ein Traum von ihm gewesen. Damit wären die Gerüchte bereits ad acta gelegt - doch aus diesen Worten lässt sich noch mehr ziehen als lediglich ein Treue-Bekenntnis. 


Auch wenn er ​bislang nicht die Einsatzzeiten bekommen hat, die er sich - auch angesichts der sonstigen Leistungen - vermutlich erhofft hat, scheint der gebürtige Gelsenkirchener alles andere als unzufrieden mit seiner derzeitigen Rolle zu sein. Ein Zeichen des Verständnisses, aber auch des guten Teamgeistes innerhalb der Mannschaft. Er wird wissen, was David Wagner von ihm noch fordert, was der Trainer sehen will. Dass u.a. Burgstaller bislang gesetzt war, scheint innerhalb des Teams, im Gegensatz zu einigen Fans, kein Problem zu sein. Heißt: Wagner weiß, wie er seine Entscheidungen begründen und kommunizieren kann, und das Team nimmt diese als Einheit auf. 


Nach Jahren, in denen es immer wieder Jugendspieler gab, die für ihr Verständnis nicht schnell genug fester Bestandteil des Profikaders werden konnten und danach schnell von der Bildfläche verschwanden, eine willkommene Abwechslung. Dass man innerhalb der Mannschaft an einem Strang zieht, ist ohnehin elementar wichtig für die weitere Entwicklung. Früher oder später wird Kutucu auch seine Einsatzzeiten und Startelf-Einsätze bekommen. Bis dahin hat er noch "extremst viel" zu lernen, wie Wagner vor ein paar Wochen verlauten ließ.