Nach acht Spielen in der EM-Qualifikation ist die Wiedergutmachung für das enttäuschende Vorjahr halbwegs gelungen. Die deutsche Nationalmannschaft ist auf dem Weg der Besserung und kann mit einigen jungen Kräften gespannt auf die Zukunft blicken. Während der Quali konnten diese Akteure viele Pluspunkte sammeln:


Serge Gnabry

Serge Gnabry

Der definitiv größte Gewinner dieses Kalenderjahres ist Serge Gnabry. Der 24-Jährige konnte nach starken Leistungen im Verein nun endlich auch für die Nationalmannschaft auftrumpfen. Seine bisherige Bilanz in allen Länderspielen ist mit 13 Treffern aus 13 Duellen überragend, während der Quali verpasste er nur ein Spiel. Der Wirbelwind ist eine große Bereicherung für die Offensive und dazu im Vergleich zu einigen Kollegen extrem konstant.


Matthias Ginter

Matthias Ginter

Nicht nur bei ​Borussia Mönchengladbach hat sich Matthias Ginter nach und nach als absoluter Führungsspieler bewährt. ​In der Qualifikation absolvierte der Innenverteidiger sechs Spiele und dürfte für die Endrunde im Sommer gesetzt sein. Robuste Zweikämpfe und eine starke Spieleröffnung machen den 25-Jährigen auch bei einigen Unsicherheiten seiner Nebenleute zu einer grundsoliden Verstärkung.


Lukas Klostermann

Lukas Klostermann

Lukas Klostermann absolvierte überhaupt erst sieben Spiele für die deutsche Nationalmannschaft. Sechs Einsätze sammelte er nun aber in der abgelaufenen Qualifikation, dabei konnte er sich als Stammspieler auf der rechten Verteidigungsseite fest spielen. Joachim Löw hält große Stücke auf den Youngster, der in den vergangenen Monaten zu einer enorm wichtigen Stütze avancierte.


Manuel Neuer

Manuel Neuer

Während des Sommers brach die große Diskussion aus, welche Nationalkeeper in den kommenden Jahren das Tor hüten sollte. Der erfahrene Manuel Neuer musste sich gegen den unglaublich ambitionierten Marc-André ter Stegen beweisen, bis dato konnte der 33-Jährige seinen Status mit Bravour unter Beweis stellen. Nach sieben Quali-Spielen als Kapitän dürfte er im Vergleich zum ​Barça-Keeper die Nase vorn haben​, sechs Tore kassierte er, fünf Mal blieb er ohne Gegentreffer.


Robin Koch

Robin Koch

Zwar sammelte Robin Koch nur einen Einsatz für die Nationalmannschaft während der Quali, doch sein insgesamt zweiter Auftritt machte viel Hoffnung. Als vielseitiger Akteur muss man Koch in jedem Fall auf dem Zettel haben, mit 23 Jahren hat er seine Nationalmannschaftskarriere gerade erst begonnen. In den kommenden Monaten will sich der ​Freiburger weiterhin empfehlen und seinen Platz im Kader festigen. Für die EM scheint Koch sehr gute Chancen zu besitzen.


Marcel Halstenberg

Marcel Halstenberg

Für den Linksverteidiger stehen am Ende der Qualifikation drei Einsätze zu Buche. Aufgrund eines Muskelfaserrisses verpasste er die letzten beiden Duelle, ​ansonsten hätte Marcel Halstenberg noch weitere Argumente sammeln können. Der junge Defensivmann lieferte gute Leistungen ab und ist mit seinem Tempo auch offensiv eine echte Waffe. Das Rennen gegen Nico Schulz scheint er vorerst gewonnen zu haben.


Leon Goretzka

Leon Goretzka

Trotz einer Verletzung verpasste Leon Goretzka nur drei Spiele der Quali-Gruppe, vier Mal stand er bei den restlichen Duellen in der Startelf. Der Mittelfeldspieler wusste seine Stärken perfekt in Szene zu setzen und glänzte nicht nur durch insgesamt vier Torbeteiligungen. Seine Variabilität hat dem deutschen Spiel gefehlt, durch Ballsicherheit und einen guten Torabschluss hat er sich immer besser in das System eingefunden und ist für die Europameisterschaft im kommenden Jahr definitiv ein Startelf-Kandidat.


Ilkay Gündogan

Ilkay Guendogan

Auch Ilkay Gündogan ​ist ein Profiteur im zentralen Mittelfeld. Nicht nur im Verein läuft es für ihn blendend, nach schwachen Leistungen in den Vorjahren ist er für Joachim Löw wieder unverzichtbar. In sieben Duellen kam er nun zum Einsatz, fünf Torbeteiligungen sind vor allem durch seine etwas defensivere Position ein guter Wert. Zuletzt absolvierte er drei Spiele über die komplette Distanz und erhält als Wortführer wieder mehr Vertrauen.


Emre Can

Emre Can

Zuletzt konnte sich auch Emre Can etwas hervorheben. Bei ​Juventus Turin läuft es für den Nationalspieler bekanntlich nicht gut, in der Nationalmannschaft erhält er mehr Spielpraxis. Zwar stand er nur in drei Spielen auf dem Platz, doch seine Abgebrühtheit war ihm vor allem im Duell gegen Nordirland anzumerken. Einzig die Rote Karte im Duell gegen Estland trübte das Bild erheblich, ansonsten zeigt die Kurve beim 25-Jährigen leicht nach oben. Für Löw bleibt Can eine wertvolle Option.