​Seit Montag hat der 1.FC Köln auch ganz offiziell einen neuen Trainer. Auf den erst vor zwei Wochen beurlaubten Achim Beierlorzer (der auch schon wieder einen neuen Arbeitgeber hat) folgt in der Domstadt der ehemalige HSV-Trainer Markus Gisdol. Und schon sprießen die Gerüchte über mögliche Neu-Verpflichtungen ins Kraut. 


Die Mechanik solcher Konstellationen ist immer die gleiche: ein Trainer kommt zu einem neuen Verein - und sofort beginnen die Medien, Gerüchte darüber anzustellen, welche der ehemaligen Schützlinge des neuen Übungsleiters wohl für seinen neuen Klub in Frage kämen. 

So auch hier. Kaum ist die Tinte im neuen Vertrag getrocknet, stellt die (Hamburger) Mopo die Vermutung auf, dass sich Gisdol nun bei seinem Ex-Verein "bedienen" und von dort den Griechen Kyriakos Papadopoulos nach Köln lotsen könnte. 


Gisdol und Papa kennen sich seit 2011


Kennengelernt haben sich die beiden übrigens schon vor ihrer gemeinsamen Zeit in Hamburg. Und zwar auf Schalke. Dort agierte Gisdol ab März 2011 als Co-Trainer, zunächst unter Ralf Rangnick, später unter dessen Nachfolger Huub Stevens. Von daher wären alle Elemente vorhanden. 


Dass der Grieche den HSV im Winter verlassen wird, ist längst beschlossene Sache. Zu konkreten Personalien indes wird Gisdol zu diesem Zeitpunkt keine Kommentare abgeben. 

Stattdessen beließ er es bei den diesen Anlässen entsprechenden Durchhalteparolen. "Wir müssen jetzt gewissenhaft und grundlegend arbeiten in vielen Bereichen. Ich kenne die Situation, zu einem Verein zu kommen, wo es nicht so gut läuft", sagte Gisdol bei seiner gestrigen Vorstellung. 


Und wie! Und damit hat der gute Mann fast sogar noch ein wenig untertrieben. 

In der Saison 2016/17 nämlich übernahm Gisdol nach dem 5. Spieltag den HSV, der bis dato lediglich einen Punkt auf dem Konto hatte. Doch von wegen "Neue Besen kehren gut"....

In seinen ersten sieben Spielen konnte der neue Coach nur zwei Zähler dazu gewinnen, ehe ihm und seinem Team erst am (ausgerechnet!) 13. Spieltag in Darmstadt der erlösende erste Dreier der Saison gelang. 


Gisdol holte Papa schon zum HSV


Der Rest ist bekannt: Der HSV hielt durch ein dramatisches Finish am allerletzten Spieltag die Klasse. Luca Waldschmidt wurde damals zum Helden der Fans. Nun also die neue Aufgabe in Köln. Mit sieben Punkten stehen die Domstädter ungleich besser da als der HSV, den er vor gut drei Jahren übernahm.


Übrigens: Damals im Winter 2016 machte sich Gisdol sehr dafür stark, einen an RB Leipzig verliehenen griechischen Innenverteidiger von Bayer Leverkusen nach Hamburg zu holen. Sein Name: Kyriakos Papadopoulos.