In Europa ist er momentan ein gefeierter Shooting-Star. Erling Haaland wird nach einem bärenstarken Saisonstart von quasi allen Top-Klubs gejagt, noch geht er aber für RB Salzburg auf Torejagd. Mit ​RB Leipzig hat sich der neueste Interessent ins Gespräch gebracht. Der ​Bundesligist könnte die Ausstiegsklausel im Sommer aufbringen.


Es wird nicht viele Vereine geben, die Erling Haaland schon vor der Saison auf dem Zettel hatten. Nach nur wenigen Monaten hat sich dies aber grundlegend geändert, denn der 19-jährige Norweger trifft momentan wie er will. 26 Tore und sechs Vorlagen sind in 18 Pflichtspielen eine Fabelstatistik, auch in der Königsklasse sorgte er als bester Torschütze für reichlich Aufmerksamkeit.


So ist es kein Geheimnis, dass die ​großen Vereine Europas bei RB Salzburg Schlange stehen, um ein mögliches Angebot im Sommer vorzubereiten. Wie die SportBild nun berichtet, hat sich auch der Schwester-Verein aus Leipzig in den Interessenten-Kreis begeben. Vor allem bei einem möglichen Abgang von Top-Stürmer Timo Werner vor der kommenden Saison, könnte Leipzig mit dem Norweger reagieren.


Bei Haaland greift eine Ausstiegsklausel


Sportdirektor Markus Krösche lobte den Youngster zuletzt in höchsten Tönen: "Der Junge ist ein sehr guter Spieler. Sowohl in der Liga als auch in der Champions League macht er einen außergewöhnlich guten Job. Wir schauen uns natürlich schon jetzt für den Sommer um.“​ Die Anzeichen, dass Haaland seinen Klub nicht im Winter verlassen wird, passen zu den Spekulationen um die Sachsen.


Im kommenden Jahr hätte der Angreifer natürlich die Qual der Wahl, bekanntlich wäre so gut wie jeder Klub zu einem Transfer bereit. Mit seinem Vater und Berater Alf-Inge, nahm er Kontakt zu den Vereinen auf und verschaffte sich einen ersten Blick über die Angebote. Trotzdem dürfte sich Leipzig gute Chancen ausrechnen, nicht nur weil die Talentförderung beim aktuellen Tabellenzweiten ein großes Markenzeichen ist.


Finanziell wäre ein Transfer für den Bundesligisten ebenfalls zu stemmen. Denn Haaland hat laut Berichten der SportBild eine Ausstiegsklausel, die sich auf etwa 30 Millionen Euro beläuft. Jegliche Gerüchte um Ablösesummen im dreistelligen Millionenbereich sind damit hinfällig. Die Klausel ist ein weiterer Vorteil für Leipzig, denn aufgrund der Auflagen der UEFA muss für einen Spielerwechsel zwischen den beiden Schwester-Klubs eine marktübliche Transfersumme fließen.


Vater rät von Wechsel nach England ab


Trotzdem könnten die Klubs aus der ​Premier League deutlich ​bessere Argumente liefern. Doch Haalands Vater rät seinem Sohn zwischen den Zeilen vorerst nicht zu einem Wechsel auf die Insel, eher soll er sich in Ländern wie Deutschland weiterentwicklen. "Eines Tages möchte Erling in der Premier League spielen. Wann es der richtige Zeitpunkt ist, weiß ich nicht. Wir sind unserem eigenen Karriere-Fahrplan voraus, aber es ist eine sehr harte Liga.“


Im Sommer könnte es in Leipzig also zu einer echten Erfolgsgeschichte kommen. Bekanntlich lief es für einige Salzburger Profis nach ihrem Wechsel in die Bundesliga sehr positiv. Für viele war es sogar der Schritt ins ganz große Geschäft, wie Naby Keïta beispielsweise bewies. Haaland könnte einen ähnlichen Weg gehen, noch steht aber eine schwere Entscheidung aus. In der Bundesliga würde man sich auf seine Qualitäten allerdings in jedem Fall freuen.