Noch immer zeichnet sich keine Entscheidung bei Alexander Nübel ab, ob er bei ​Schalke 04 verlängert oder den Verein im kommenden Sommer ablösefrei verlässt. Als Gegenkandidat sticht ​Bayern München hervor - wie die Sportbild berichtet, soll Nübel von Königsblau mehr Gehalt geboten bekommen. Ein Vorteil im Vertragspoker?


Das größte Thema abseits des Platzes auf Schalke ist nach wie vor ​die vertragliche Situation um Neu-Kapitän und Schlussmann Alexander Nübel. Nachdem man es im letzten Jahr verpasste, ihn vorzeitig länger an den Verein zu binden, werfen Trainer David Wagner und Sportvorstand Jochen Schneider nun alles in die Waagschale.


Mehr Gehalt und mehr Spielpraxis auf Schalke - oder großer Schritt in langfristiger Planung?


Berichten der Sportbild zufolge soll sich das mögliche S04-Gehalt bei einer etwaigen Vertragsverlängerung über dem bewegen, was Nübel vom FC Bayern bekommen würde. Sein derzeitiger (noch erster) Vertrag bewegt sich bei rund 600.000 Euro im Jahr, das möchte Königsblau bei einer Verlängerung bis 2024 rund verzehnfachen - und würde somit mehr bieten, als der deutsche Rekordmeister. Das könnte ein wichtiger Vorteil im Rennen um das Torwart-Talent sein. 


Von vielen Seiten scheint es klar zu sein, dass die Spielpraxis und die mögliche Entwicklung Nübels in seinen Überlegungen an erster Stelle stehen. In München könnte er zwar einen weiteren Schritt machen, doch Einsatzzeiten wären mit Manuel Neuer als klarer Nummer Eins nur sehr schwer zu bekommen. 


Dazu soll der Torhüter der deutschen Nationalelf langfristig bis 2023 verlängern, und auch Christian Früchtl, 19 Jahre jung, soll länger an den Verein gebunden werden. Auf Schalke hingegen hätte Nübel seinen Platz zwischen den Pfosten sicher - zumindest so lange, bis ​mit Markus Schubert ein offener Zweikampf entsteht. Doch auch dort dürfte der 23-Jährige zunächst die Nase vorne haben. 

Nübel liegt viel an der Familie - auch Wagner war optimistisch gestimmt


Nübel selbst legt viel Wert auf seine Familie, das hat er schon häufiger betont. "In einer Stunde bin ich zu Hause. Daher fahre ich manchmal auch nach dem Training heim, wenn zum Beispiel ein Kumpel Geburtstag hat oder etwas in der Familie ansteht", wird er von der Bild zitiert. Ein klarer Heimvorteil für Schalke, das in der Nähe von Paderborn liegt. Auch ​David Wagner war zuletzt positiv gestimmt: "Ich glaube, wir haben eine Chance. Das ist mein Gefühl aus den Gesprächen heraus." Womöglich sprechen die verschiedenen Aspekte doch für Schalke?