​Ex-HSV-Trainer ​Hannes Wolf hat einen neuen Arbeitgeber. Am Dienstag wurde bestätigt, dass der gebürtige Bochumer ab sofort den belgischen ​Champions-League-Teilnehmer KRC Genk übernimmt. Kurioserweise trifft er dort in seinen ersten beiden Ligaspielen auf andere ehemalige HSVer. 


Der Spielplan der Jupiler-League und die Entwicklungen der letzten Tage haben es schließlich möglich gemacht: Am kommenden Samstag treffen zum Duell der Tabellennachbarn Mouscron-Peruwelz und Genk aufeinander. Oder in anderen Worten: Ex-HSVer (als Spieler und als Trainer) ​Bernd Hollerbach gegen den Nachfolger seines Nachfolgers (Christian Titz), Hannes Wolf. 


Viel Ex-HSV in Belgiens Jupiler-League


Und damit nicht genug: Nur eine Woche darauf, am 30. November, steht in Genk die Partie gegen VV St. Truiden auf dem Programm. Dann wird Wolf ein weiteres Déja-vu-Erlebnis haben, denn bei St. Truiden spielt seit dieser Saison Wolfs ehemaliger HSV-Schützling ​Tatsuya ItoDer "kleine Samurai" ist aber noch so gar nicht im belgischen Fußball angekommen. Nach 15 absolvierten Spieltagen hat Ito gerade mal 103 Einsatzminuten zu Buche stehen (verteilt auf vier Spiele). In den letzten drei Partien stand der kleine Dribbelkünstler zwar im Kader, wurde aber in keiner davon eingesetzt. 


Historisch gesehen ist Hannes Wolf übrigens nicht der einzige Bezug zwischen dem KRC Genk und dem HSV. Denn einer der Vorgängervereine des 1988 neu gegründeten Klubs, der Thor Waterschei, war sozusagen die Startrampe in eine größere Karriere für Heinz Gründel. 


Der gebürtige West-Berliner schoss für Thor Waterschei in 125 Spielen 29 Tore und holte zweimal den Pokal in die Provinz Limburg. Über Standard Lüttich wo er Meister wurde, kam Gründel 1985 zum Hamburger SV, mit dem er 1987 den deutschen Pokal holen konnte. Bis heute der letzte große Titel der Hamburger.