Am ​Geißbockheim ging es dieser Tage hoch her. Am Ende stand die Entscheidung, ​Markus Gisdol als neuen Trainer und Horst Heldt als neuen Sportchef zu verpflichten. Während es bei Heldt eine Kehrtwende gab, löst ​Gisdol als neuer Effzeh-Coach bei vielen nicht gerade Begeisterungsstürme aus. Huub Stevens teilt die Bedenken gegen seinen ehemaligen Assistenten.


Zwischen 2011 und Ende 2012 war Huub Stevens in seiner zweiten Amtszeit als Trainer auf ​Schalke. Sein Co-Trainer damals: Markus Gisdol. Und auch in Hoffenheim gab es zwischen den beiden zumindest Berührungspunkte. Als Gisdol im Oktober 2015 als Chefcoach der ​TSG entlassen wurde, folgte Stevens.


Schwere Vorwürfe von Stevens an Gisdol


Gegenüber dem Express hat sich der "Knurrer von Kerkrade" nun über den neuen Effzeh-Trainer geäußert - und das nicht gerade positiv. Schalkes Aufsichtsratsmitglied wirft Gisdol vor, in seiner Zeit als dessen Co-Trainer wenig loyal gewesen zu sein. "Er wollte einfach in der kurzen Zeit zu viel. Zudem hat er hinter meinem Rücken schlecht über mich gesprochen. Es entstand einfach kein Vertrauensverhältnis", so der Vorwurf von Stevens an Gisdol.


Als er dann nach Hoffenheim kam, sollen die TSG-Verantwortlichen auf Gisdol ebenfalls nicht sonderlich gut zu sprechen gewesen sein. Insgesamt glaubt Stevens, der in der Saison 2004/2005 selbst Trainer in Köln war, dass Gisdol nicht unbedingt die beste Wahl der Geißböcke war. Der 50-Jährige gilt ohnehin nicht als Wunschkandidat der Verantwortlichen. Bruno Labbadia und Pal Dardai aber sagten ab.


Gisdol keine langfristige Lösung?


"Ich weiß nicht, ob es mit ihm und dem FC passt. Ich denke, dass er kein Trainer ist, der die nächsten drei, vier Jahre für Köln arbeiten wird", lautet dementsprechend Stevens hartes Urteil. Personell sieht er die Mannschaft dagegen gut aufgestellt. "Ich bin weiterhin der Meinung, dass mit der Truppe mehr drin ist", glaubt er an das Potenzial des Aufsteigers.


Anders als bei Gisdol klingt sein Urteil bei Horst Heldt dagegen um einiges positiver. "Horst war FC-Profi, liebt die Stadt und den Karneval. Ich denke, dass er sich mit dem Verein identifizieren kann." Heldt müsse nun aber beweisen, dass er aus den Fehlern bei ​Hannover 96 gelernt hat.