​Bei ​Borussia Mönchengladbach ist Marcus Thuram schon bestens angekommen. Der Franzose schlug bei der Fohlenelf auf Anhieb ein und ist mit seiner Wucht und Dynamik ein belebender Faktor für das Offensivspiel. Nachdem der 22-Jährige bereits im September zum Rookie des Monats in der Bundesliga gewählt wurde, konnte er sich im Oktober erneut auszeichnen lassen. Mit seinem aufgeweckten und fröhlichen Naturell trägt er zu einer guten Stimmung in der Mannschaft bei. Bei den Fans avancierte er mit seinem Eckfahnen-Jubel prompt zum Publikumsliebling. Gegenüber dem Express sprach der Franzose über seine bisherige Zeit am Niederrhein. 


Viel besser hätte Marcus Thuram bei der Borussia wohl nicht einschlagen können. Nachdem er im DFB-Pokal bereits in seinem ersten Pflichtspiel gegen Sandhausen getroffen hatte, entwickelte er sich in Folge immer mehr zum absoluten Leistungsträger und ist in der Offensive der Fohlenelf kaum mehr wegzudenken. Wettbewerbsübergreifend steuerte Thuram in 17 Spielen 13 Torbeteiligungen bei, davon acht Tore und fünf Torvorlagen.


Sowohl im September, als auch im Oktober wurde Thuram wegen seinen Leistungen als bester Nachwuchsstar des Monats auserkoren und mit dem "Bundesliga Rookie Award" ausgezeichnet. 


In der Bundesliga steht der Franzose mit der Borussia nach elf Spieltagen mit 25 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz. Im Interview mit GladbachLive ist er nicht überrascht über den bisherigen Saisonverlauf und zeigt sich selbstbewusst: "Ich kenne das Niveau von der Mannschaft und ich weiß, was der Coach von uns will. Wir haben ein exzellentes Team und das, was bei der Borussia gerade passiert, mag Menschen von außerhalb überraschen, mich weniger, denn ich stehe jeden Tag mit dem Team auf dem Platz - und ich weiß, zu was wir in der Lage sind." 


Nach den zuletzt anstrengenden Wochen mit sieben Pflichtspielen in den letzten 23 Tagen, nutzt der Sohn vom französischen Weltmeister Lilian Thuram jetzt die Länderspielpause, um den Akku wieder aufzuladen und seine Knieprobleme, die er schon im Vorfeld des Spiels gegen ​Werder Bremen hatte, endgültig auszukurieren. 


Gladbach: Thuram ist glücklich und bleibt fokussiert


Momentan ist der 1,92-Meter Hüne einfach zufrieden darüber, wie sich sein Leben entwickelt hat. Auf die Frage, ob es Momente gäbe, in denen der immer so fröhlich wirkende Franzose auch traurig wäre, entgegnete er: "Wenn ich traurig wäre, wäre es unfair den Menschen gegenüber, die wirklich Gründe haben traurig zu sein. Seit ich klein bin geht es mir gut. Ich spiele Fußball, mein Vater war ein Fußballspieler, mein Bruder spielt Fußball. Meine Mutter ist gesund, mein Vater auch. Alle um mich herum sind gesund. Ich würde es nicht akzeptieren wenn ich traurig bin." Die Antwort des jungen Offensivspielers zeigt ein hohes Maß an Selbstreflexion. Bei der Verpflichtung betonten die Verantwortlichen um Max Eberl und Steffen Korell immer, dass vor allem auch die menschliche Komponente einen entscheidenden Einfluss darauf genommen hat, dass man sich so sehr um die Dienste des 22-Jährigen bemüht hatte. 


Momentan genießt Thuram seinen derzeitigen Lauf, mahnt aber, dass er weiter fokussiert bleiben muss, um auch zukünftig erfolgreich zu sein: "Bisher läuft es für mich gut, aber ich muss weiter dranbleiben. Einige Dinge können sich auch schnell wieder ändern. Es kann passieren, dass ich sechs Spiele hintereinander kein Tor schieße, dann würde es wieder heißen, bei ihm läuft es aber nicht so gut. Deshalb gilt es nicht nachzulassen, ich kann mich noch verbessern." Die Stimmung in der Bundesliga motiviert ihn dabei zunehmend: "Ich sauge die Atmosphäre im Vorfeld eines Spieles im Stadion gerne auf. Unsere Fans sind großartig." 

Marcus Thuram

Mit der Borussia geht der Franzose mittlerweile den nächsten Schritt in seiner Karriere. Zunehmend entwickelt er sich zum Spitzenspieler in der Bundesliga und sorgt auch international für Aufmerksamkeit. Der französische Nationaltrainer Didier Deschamps bezeugte bereits, dass der Verbund den ihn genau beobachten würde, ​der Traum von einer Nominierung für die Èquipe Tricolore scheint für den 22-Jährigen also greifbar nahe


Von seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach ist er dabei voll und ganz überzeugt: "Ich habe mit Max Eberl, Trainer Marco Rose und Steffen Korell sehr viel gesprochen. Sie haben mir nicht zu viel versprochen. Dieser Klub ist großartig." Bei der Borussia bleibt zu hoffen, dass Thuram und Gladbach noch über einen langen Zeitraum gemeinsame Wege gehen und mögliche Erfolge feiern dürfen. Ohne Frage ist der Franzose voll und ganz angekommen und bereichert den Tabellenführer auf allen Ebenen.