Der FC Bayern München sucht spätestens für die Saison 2020/21 einen neuen Trainer. Im Zuge dessen warf die BILD den Namen Pep Guardiola in den Ring. Ob der Katalane einerseits tatsächlich ein Kandidat sein sollte und andererseits an einer Rückkehr nach München interessiert sein könnte, sei dahingestellt - freuen würde sich Joshua Kimmich aber trotzdem.


Unter Guardiola feierte der Rekordmeister drei Meisterschaften in Serie, 2014 und 2016 gar das Double, und auch der dreimalige Einzug ins Halbfinale der ​Champions League ist nicht außer Acht zu lassen. Auch wenn die Bayern nacheinander an Real Madrid, dem FC Barcelona und Atlético Madrid scheiterten, so hat Guardiola innerhalb des Klubs viel bewegt. Die Mannschaft dominierte die ​Bundesliga wie noch nie, spielte den wohl attraktivsten Fußball seit vielen Jahren. Guardiola hob den FC Bayern auf ein anderes Level, kein Wunder also, dass er über drei Jahre nach seinem Wechsel zu ​Manchester City von außen ins Spiel gebracht wird.


Beim Katalanen geraten zahlreiche Spieler regelmäßig ins Schwärmen, auch Joshua Kimmich blickt wohlwollend auf die gemeinsame Saison 2015/16 zurück. Für 8,5 Millionen Euro sicherten sich die Münchener das Defensiv-Talent vom VfB Stuttgart, das auf Anhieb über 30 Pflichtspiele absolvierte. Wo, war eigentlich egal: 17 Mal musste Kimmich in der Innenverteidigung aushelfen, 12 Mal auf seiner angelernten Position im defensiven Mittelfeld, dreimal auf der Acht, zweimal als Rechtsverteidiger und einmal im rechten Mittelfeld.


Abgesehen vom vierten Gruppenspiel gegen den ​FC Arsenal (5:1) und den beiden Halbfinal-Duellen gegen Atlético Madrid (0:1 ; 2:1) war Kimmich auch in der Königsklasse mit dabei, stieg in der Saison 2017/18 als Nachfolger von Philipp Lahm auf der rechten Abwehrseite endgültig zum Stammspieler auf und steht aktuell bei 189 Pflichtspielen für den FC Bayern und 46 Länderspielen für die deutsche Nationalmannschaft - dank Guardiola.


Kimmich über Guardiola-Gerüchte: "Weiß nicht, wie realistisch das ist"


Die aufgekommenen Gerüchte kommentierte er bei einer Pressekonferenz des DFB zurückhaltend, erklärte zugleich aber (zitiert via kicker): "Natürlich kenne ich Guardiola. Ich habe ihm viel zu verdanken. Er hat mich damals als Zweitligaspieler in der Champions League und Bundesliga spielen lassen. Wir sind zusammen Double-Sieger geworden. Nach dieser Saison wurde ich dann auch Nationalspieler. Deshalb würde ich mich natürlich nicht dagegen wehren."


Da Interimstrainer Hansi Flick vorerst weitermachen darf und gar als Option bis Sommer gilt, wisse Kimmich, der in dieser Saison wieder häufiger im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt, nicht genau, welchen Plan der Klub verfolgt. "Dafür sind wir Spieler ja nicht verantwortlich", sagte er, "ich weiß nicht, wie realistisch das ist oder wie der Plan von Bayern München mit Hansi ist." 


Neben einer Beschäftigung von Flick bis Saisonende fallen auch die Namen Erik ten Hag und Thomas Tuchel in aller Regelmäßigkeit. Wer tatsächlich an der Säbener Straße vorgestellt wird, steht noch in den Sternen.