Lange warb der FC Bayern München um die Dienste von Callum Hudson-Odoi, am Ende entschied sich der englische Youngster aber für eine Vertragsverlängerung beim FC Chelsea. Ausschlaggebend dafür war ein Gespräch mit Trainer Frank Lampard, wie BBC berichtet. 


Schon im Winter wurde das Interesse des Rekordmeisters am 19-jährigen Flügelspieler öffentlich. Im Januar 2018 debütierte Hudson-Odoi unter Antonio Conte in der ​Premier League, Nachfolger Maurizio Sarri ließ ihn endgültig zu den Profis aufstoßen. Doch insgesamt nur zehn Mal durfte er in der Premier League ran, neun weitere Einsätze erhielt der zweifache englische Nationalspieler in der Europa League. Angeblich habe er deshalb den Schritt nach München angepeilt - doch daraus wurde nichts.


Trotz des Interesses der Bayern blieben die Bosse an der Stamford Bridge stur. Nach der auferlegten Transfersperre wurde Hudson-Odoi für unverkäuflich erklärt, zudem verabschiedete sich Sarri nach nur einem Jahr und wechselte zu ​Juventus Turin. Den freien Trainerposten übernahm Vereinsikone Frank Lampard, dem ein Händchen für junge Spieler nachgesagt wird. 


Der 41-Jährige machte die Rückkehrer Tammy Abraham und Mason Mount, den er aus der gemeinsamen vergangenen Saison bei Derby County kennt, auf Anhieb zu Stammspielern, auch Christian Pulisic hat mittlerweile seine Rolle bei Lampard gefunden. Hudson-Odoi spielte trotz der gerissenen Achillessehne eine entscheidende Rolle in den Planungen des neuen Trainers, der sich für die im September vollzogene Vertragsverlängerung bis 2024 stark machte.


Eine Unterhaltung mit Lampard genügte


Dabei sollen Lampard und Hudson-Odoi nur ein einziges Mal vor der Verlängerung miteinander gesprochen haben, wie der 19-Jährige nun verriet: "Ich kann nicht genau sagen, was er gesagt hat", so Hudson-Odoi, "aber er sagte, dass er an mich glaubt, dass ich hart arbeiten soll und wenn ich an mich selbst glaube, glaubt er auch an mich und alles wird für mich bei diesem Verein gutgehen."


"Er ist hart zu mir, aber auf eine positive Art", schwärmt Hudson-Odoi von Lampard. "Er will, dass ich immer besser werde. Wenn mir der Trainer etwas mitteilt, will ich immer zuhören und mein Spiel verbessern. Ich weiß, dass ich mich immer verbessern und noch besser werden kann." 


Aufgrund seiner langwierigen Verletzung wurde er erst siebenmal für die Startelf nominiert, in 13 Einsätzen gelangen ihm neben zwei Toren fünf Vorlagen. Mittelfristig wird Hudson-Odoi mit Mount, Pulisic und Abraham das neue Angriffs-Quartett des FC Chelsea bilden - dass das Experiment schon jetzt funktioniert, beweist der dritte Tabellenplatz in der ​Premier League