​Im September hatte Bernardo Silva mit einem (vermeintlich) rassistischen Tweet an seinen Mannschaftskollegen Benjamin Mendy für negative Schlagzeilen gesorgt. Der Angreifer in Diensten von ​Manchester City wurde nun dafür von der FA für eine Partie gesperrt.


Mit seinem Tweet an Mendy, bei dem er seinen Teamkollegen (Bild aus Kindheitstagen) mit einer Cartoonfigur (Logo der spanischen Süßwarenmarke Conguitos) verglich, wollte sich Silva eigentlich nur einen Scherz erlauben, löste damit jedoch in den sozialen Netzwerken eine heftige Debatte aus. Nicht nur von der Organisation 'Kick it out' wurde der Portugiese des Rassismus bezichtigt. Die FA nahm anschließend Ermittlungen auf und verhängte zunächst ​eine Sperre von sechs Partien


Silva hatte ursprünglich bis zum 9. Oktober Zeit, um eine Stellungnahme bei der FA einzureichen. Nach einem Antrag an den Vorsitzenden des Justizausschusses wurde die Frist bis zum 21. Oktober verlängert. Am heutigen Mittwoch gab die FA bekannt, dass Silva nur für ein Spiel gesperrt wird und zudem 50.000 Pfund (ca. 58.000 Euro) Strafe zahlen muss. Mit seinem Tweet habe der 25-Jährige gegen die FA-Regel E3 verstoßen.

 

Mildernde Umstände bei Silva


Wie englische Medien berichten, ist Silva um die Sperre für sechs Partien herumgekommen, da sich der Vorfall nicht auf dem Spielfeld, sondern in den sozialen Netzwerken ereignete. Dem Angreifer wurde außerdem zugutegehalten, dass er den Tweet umgehend gelöscht und diesen keinesfalls rassistisch ausgelegt hatte. Die FA betonte zudem, dass Silva "keine Kenntnis von den historischen Konnotationen des Conguitos-Charakters hatte". Die Strafe wurde akzeptiert. Der City-Profi verpasst damit nach der Länderspielpause das Heimspiel gegen den ​FC Chelsea