Kein Thiago, kein Coutinho - stattdessen entschied sich Hansi Flick unter anderem für Leon Goretzka und Thomas Müller. Die neue Mittelfeld-Achse des FC Bayern München brachte in den Spielen gegen Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund die nötige Stabilität, um die Kontergefahr nach Ballverlust zu vermindern. Profiteur Goretzka sprach dem Interimstrainer bei ​Sport1 ein Lob für die Umstellungen aus.


Jeder taktische Kniff, den Flick in der vergangenen Woche wählte, erwies sich als Volltreffer. Das neue Innenverteidiger-Duo Javi Martinez und David Alaba leistete saubere Arbeit, im Mittelfeld gingen Joshua Kimmich und Leon Goretzka rigoros zu Werke und Thomas Müller konnte wieder seine Stärken hinter Robert Lewandowski im Angriffsspiel der Münchner Bayern einbringen.


Für Goretzka und Müller mussten Thiago Alcantara und Philippe Coutinho auf die Bank. Das Duo spielte unter Niko Kovac eine entscheidende Rolle, so wirklich glänzen konnten beide in dieser Saison aber noch nicht. Nach der Länderspielpause könnte sich das Blatt wenden - Stand jetzt hat Flick aber seine neue Mittelfeld-Achse gefunden.


Goretzkas Lob für Flick


"Man kann ihm für die fünf Tage ein Kompliment machen", lobte Goretzka den Interimstrainer bei Sport1 und verriet das Erfolgsgeheimnis im Mittelfeld: "Wir haben jetzt Spieler in der Mitte, die sich gut kennen, die Stärken und Schwächen untereinander kennen und sich 100 Prozent unterstützen." ​Zuvor lobte bereits Kimmich die Umstellungen: "Wir haben versucht, [...] klar festzulegen, wer wen anläuft und wie wir anlaufen. [...] Jeder wusste auf dem Platz, was zu tun ist."


Die Zusammensetzung der neuen Mittelfeld-Achse habe Flick nicht aus sprachlichen Gründen gewählt, sondern aufgrund der "Bereitschaft" der einzelnen Akteure, "zusammenzuarbeiten." In Spitzenspielen wie dem am Samstag sei die Mannschaft grundsätzlich dazu in der Lage, "100 Prozent abzuliefern", allerdings mahnt Goretzka: "Den Einsatzwillen und die Bereitschaft brauchen wir jede Woche."


Dafür wird Flick weiterhin zuständig sein, der 54-Jährige wird nach Aussage von Karl-Heinz Rummenigge ​"bis auf Weiteres" an der Seitenlinie stehen und den Rekordmeister auch im Bundesligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf am 23. November betreuen. "Dass es gut mit ihm funktioniert", so der deutsche Nationalspieler, habe er bereits bewiesen - doch es wird darauf ankommen, dass die Zusammenarbeit auch nach der Länderspielpause Früchte trägt.