​​Borussia Mönchengladbach konnte am gestrigen Donnerstagabend einen emotionalen Pokalabend feiern und einen verdienten ​2:1-Heimsieg gegen den AS Rom einfahren. Die Elf von Trainer Marco Rose bestach dabei unter anderem durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und große Moral, offenbarte in anderen Teilaspekten aber auch noch Luft nach oben.


Top: Mannschaft nimmt das Zepter in die Hand

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Äußerst positiv war - insbesondere in der ersten Halbzeit - mit welcher Galligkeit die Gladbacher beim Spiel gegen den Ball zu Werke gingen. Die Fohlen ließen sich dabei von ihren namhaften und zuletzt auch durchaus formstarken Gegenspielern keineswegs einschüchtern, sondern traten sehr dominant und mutig auf. Auch in der zweiten Halbzeit hielt die Mannschaft von Marco Rose in entscheidenden Phasen gut dagegen.


Flop: Gladbach macht zu wenig aus der Überlegenheit


Marco Rose mahnte nach Abpfiff an, dass sich seine Spieler in der ersten Halbzeit für ihre Überlegenheit ​nicht ausreichend belohnen konnten. In einigen aussichtsreichen Umschaltmomenten leisteten sich die Fohlen unnötige Fehlpässe und verwehrten sich so selbständig weitere aussichtsreiche Torchancen. Nicht von ungefähr erfolgte der Führungstreffer durch ein Eigentor der Roma.


Top: Gladbacher glauben weiter an sich


In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste - beflügelt durch ihren Ausgleichstreffer nach einem ruhenden Ball - stärker auf und nötigten den Borussen nochmals deutlich mehr Entschlossenheit ab, als noch im ersten Spielabschnitt. Für kurze Zeit verloren die Gladbacher die Kontrolle über das Spiel, kämpften sich mit Hilfe der Unterstützung ihrer lautstarken Fans aber wieder zurück in die Partie.


Top: Thuram wird zum Matchwinner

Marcus Thuram

Für ihren aufopferungsvollen Kampf konnten die Gladbacher unmittelbar vor dem Abpfiff in der Nachspielzeit eine späte Ernte einfahren. ​Marcus Thuram bewies nach einer Vorlage des eingewechselten Alassane Plea dabei im wahrsten Sinne eine kühlen Kopf und versenkte das Leder unhaltbar im Gehäuse der Gäste. Bereits zuvor hatte der junge Franzose wie gewohnt vollen Einsatz gezeigt und jede Menge Kilometer abgespult.


Flop: Unnötige Gelbe Karten für Kramer und Neuhaus


Auf dem Platz hatte sich Florian Neuhaus während seines rund 73-minütigen Einsatzes nichts zu schulden kommen lassen und wurde ohne Verwarnung ausgewechselt. Nach dem Last-Minute-Treffer wurde der 22-jährige Mittelfeldspieler dann doch noch mit einer Gelben Karte bedacht. Angeblich, weil er zu aufreizend gefeiert hatte. 


Das gleiche Schicksal ereilte auch Christoph Kramer, der an diesem Abend überhaupt nicht zum Einsatz gekommen war. Da es sich dabei um die dritte Gelbe Karte für den 28-jährigen Deutschen handelte und er somit für das nächste Spiel in der Europa League gesperrt ist, gehörte diese Gelbe Karte wohl nicht nur zu den kuriosesten, sondern auch mit Sicherheit zu den ärgerlichsten der jüngsten Vergangenheit. Von Seiten des Schiedsrichtergespanns wäre bei alledem etwas mehr Fingerspitzengefühl wünschenswert gewesen.