Achraf Hakimi geht per Vertrag in seine letzte Saison beim BVB. In Dortmund würde man Hakimi gerne über den Sommer hinaus halten, der Marokkaner will offenbar aber zurück zu Leihverein Real Madrid. Wieso eigentlich?


Die Kurzform: Madrid ist seine Heimat, bei Real will Hakimi zum Superstar reifen. Schön und gut und zweifelsfrei legitim. Sollte der Marokkaner am Saisonende allerdings nach Spanien zurückkehren, dann wäre das eher ein Rück- als ein Fortschritt. Letzteren kann Hakimi aktuell nur beim BVB machen.


Keine Offensive für Hakimi bei Real

Und das liegt nicht nur daran, dass Borussia Dortmund ein fantastisches Entwicklungsbiotop für junge Spieler ist. Was der BVB Hakimi vor allem bieten kann, ist der nächste Schritt in seiner fußballerischen Entwicklung; dieser würde bei Real Madrid vorausgesetzt werden. In Dortmund formt Lucien Favre den frisch gebackenen 21-Jährigen aktuell zum Offensivspieler um. Dieser Prozess braucht allerdings seine Zeit. Zeit, die Hakimi in Madrid ganz sicher nicht bekommen würde. 


Bei den Galaktischen würde Hakimi rechts oder links Hinten eingeplant sein. Für eine Position in der Offensive ist weder Platz, noch hat Hakimi den dringend nötigen Schritt dafür gemacht. Zwar ist der Marokkaner auch ein herausragender Außenverteidiger, seine defensive Anfälligkeit könnte bei Real jedoch das entscheidende Argument gegen ihn sein. Bei seinem Stammverein heißt die Konkurrenz Marcelo, Ferland Mendy, Dani Carvajal - und einige weitere junge Spieler, die die Kragenweite von Hakimi haben. Über die namhafte Offensive in Madrid müssen wir nicht sprechen.


Der BVB lässt Hakimi von der Leine


In Dortmund hingegen kriegt Hakimi nicht nur uneingeschränkte Spielzeit, sondern auch uneingeschränkte Freiheit. Der 21-Jährige darf sich auf dem Platz bewegen, das Dribbling und die Offensive suchen. Das ist es auch, was Hakimi ausmacht. Bei Real Madrid könnte der Youngster hingegen seiner Stärken beraubt werden, die ihn bei Dortmund derzeit unverzichtbar machen. 16 Torbeteiligungen in 44 Pflichtspielen beim BVB unterstreichen seinen Offensivdrang und die Freiheiten, die ihm Dortmund einräumt. 


Beim BVB ist Hakimi ein wichtiger Stammspieler - und soll das auch in der Zukunft bleiben. Der Bundesligist wirbt offen um einen langfristigen Verbleib des Marokkaners und würde sich den 21-Jährigen wohl auch einiges kosten lassen. Ein Blick auf den Kader von Real verrät: Bei einem passenden Angebot würden die Madrilenen Hakimi wohl ziehen lassen. Die Frage ist nur, ob sich Hakimi auch gegen seine Heimat und für den BVB entscheidet? Für seine fußballerische Entwicklung wäre die Borussia ganz sicher die bessere Wahl.