​Am ​Samstagnachmittag empfängt ​Eintracht Frankfurt zu Hause den ​FC Bayern München. Nach dem 2:1-Pokalsieg gegen den FC St. Pauli, bei dem einige Stammspieler geschont worden waren, dürfte Trainer Adi Hütter wieder auf seine altbewährten Kräfte zurückgreifen. Fragezeichen gibt es noch hinter der Besetzung der Mittelfeldzentrale.


In Abwesenheit des eigentlichen Stammtorhüters Kevin Trapp, der mit einer Schulterverletzung für den Rest der Hinrunde ausfallen wird, machte sein Backup Frederik Rönnow in den vergangenen Wochen einen guten Job und freut sich nun auf die ​Herausforderung gegen die Bayern und ihren Torjäger Robert Lewandowski.


Abraham kehrt in Dreierkette zurück


Wie beim Pokalspiel gegen die Kiezkicker erfolgreich erprobt, dürfte es bei den Adlern wohl auch am kommenden Wochenende auf eine Anordnung in einem flachen 3-5-2-System hinauslaufen. In der defensiven Dreierkette wird dabei aller Voraussicht nach Evan N'Dicka seinen Platz in der Startelf verlieren und Platz machen müssen für den deutlich erfahreneren Kapitän David Abraham. Daneben bleiben Makoto Hasebe und Martin Hinteregger gesetzt. Die Auswechslung des Österreichers im Pokal bezeichnete Hütter auf der Spieltags-PK als "Vorsichtsmaßnahme".


Gegen St. Pauli hatte Hütter - nach dem Geschmack vieler Eintracht-Fans de​utlich zu spät - ein Einsehen gehabt und seinen beiden Dauerläufern Filip Kostic und Danny da Costa eine Verschnaufpause gegönnt. Zum Start der zweiten Halbzeit wurde da Costa zwar dann doch für Timothy Chandler eingewechselt, dennoch konnte die Flügelzange der Adler wichtige Körner sparen. Problem nur, dass Kostic derzeit noch an Knieproblemen laboriert. Ein Einsatz am Samstag erscheint dennoch möglich. Das Mannschaftstraining hat der Serbe wieder absolviert.


Kamada oder Sow als Spielgestalter?


In der Mittelfeldzentrale stehen Hütter mehrere Varianten zur Verfügung. Am wahrscheinlichsten gilt dabei, dass der Cheftrainer auf eine Doppelsechs aus Sebastian Rode und Gelson Fernandes setzen wird. Dabei müssten die beiden robusten Abräumer ihrem ​Spielmacher Daichi Kamada den Rücken freihalten und dem 23-jährigen Japaner ermöglichen auch immer wieder in den gegnerischen Sechzehner vorzustoßen.


​Denkbar wäre aber auch, Fernandes als einzigen Sechser ins Rennen zu schicken und vor dem Schweizer mit Rode und Djibril Sow zwei Spieler einzusetzen, die sowohl defensiv als auch offensiv Impulse setzen können. Der Leidtragende wäre in diesem Falle Kamada, der mit der Ersatzbank Vorlieb nehmen müsste.


Zwei echte Stürmer in der Spitze


Zuletzt waren bei der Eintracht immer wieder gleich mehrere etatmäßige Stürmer ausgefallen. Hütter musste daher notgedrungen kreativ werden und schenkte Kamada in vorderster Front das Vertrauen. Die wahren Qualitäten des trickreichen Japaners kommen aber eher im offensiven Mittelfeld zur Geltung.


Vor dem Spiel gegen die Bayern melden sich mit Bast Dost und Goncalo Paciencia nun aber endlich wieder zwei gelernte Angreifer einsatzbereit und wollen die zuletzt alles andere als sattelfeste Hintermannschaft der Bayern vor große Probleme stellen. Durch zwei Treffer gegen St. Pauli konnte sich Dost unter der Woche bereits warm schießen und auch Paciencia konnte vor seiner Verletzung seine Torgefährlichkeit mit insgesamt fünf Buden unter Beweis stellen.


Und auch Andre Silva soll vor dem Bayern-Spiel wieder mir dem Team trainieren. "Es wäre natürlich schön, wenn er morgen eine Option wäre", sagte Hütter auf der PK am Freitag über den Portugiesen.


Die potenzielle Startelf von Eintracht Frankfurt: