​Am Samstagnachmittag muss der ​FC Bayern München auswärts bei ​Eintracht Frankfurt ran. Beim Duell mit seinem ehemaligen Arbeitgeber hofft Niko Kovac auf einen deutlich besseren Auftritt als unter der Woche beim knappen Pokalsieg gegen den VfL Bochum. Auf Experimente wird sich der Cheftrainer des Rekordmeisters daher wohl kaum einlassen.


Da die Bayern beim ​glücklichen 2:1-Sieg gegen die Bochumer in einem 4-3-3-System keine glückliche Figur abgegeben hatten, dürfte Kovac beim ​Gastspiel in Hessen zu seiner Anordnung im 4-2-3-1 zurückkehren. So oder so bleibt Manuel Neuer selbstverständlich die klare Nummer Eins und wird versuchen, seinen Vorderleuten Beine zu machen.


Defensive stellt sich von alleine auf


​Auch in der Viererkette der Münchner ist mit keiner personellen Überraschung zu rechnen. Da mit Lucas Hernandez und Niklas Süle zwei potenzielle Stammelf-Kandidaten noch lange ausfallen, stehen Kovac ohnehin kaum Alternativen zur Verfügung. In der Innenverteidigung bleiben daher Benjamin Pavard und Jerome Boateng gesetzt.


Auch auf den Außenbahnen können sich die Gegner aus Frankfurt bereits sicher sein, mit wem sie es zu tun bekommen. Sowohl David Alaba auf links als auch sein Pendant auf der rechten Seite, Joshua Kimmich, werden aber alles daran setzen, ihre Gegenspieler durch ihren Vorwärtsdrang dennoch vor Probleme zu stellen. Beide offensiv ausgerichteten Außenverteidiger dürfen dabei aber auch ihre defensiven Aufgaben nicht vernachlässigen.


Martinez vor Rückkehr in die Startelf


Insbesondere die Mittelfeldzentrale der Bayern hatte gegen die Bochumer einen rabenschwarzen Abend erwischt und wirkte alles andere als souverän. Leon Goreztka konnte nach auskurierter Verletzung seine Chance nicht nutzen und dürfte daher wieder aus der Mannschaft rotiert werden. Neben Thiago Alcantara - von dem ebenfalls deutlich mehr kommen muss - könnte daher Javi Martinez zurück in die erste Elf rücken.


Der spanische Routinier war zuletzt von einer Muskelverletzung ausgebremst worden, konnte am Donnerstag aber bereits wieder trainieren. Auf den Flügeln bleiben Serge Gnabry und Kingsley Coman die erste Wahl, zumal auch Ivan Perisic bei seinem Einsatz gegen Bochum keine Werbung in eigener Sache machen konnte.


Müller hofft auf Jubiläum


Im offensiven Mittelfeld muss sich der immer noch ​heftig angezählte Niko Kovac auch an diesem Wochenende zwischen Thomas Müller und Philippe Coutinho entscheiden. Obwohl Müller gegen die Bochumer nach Einwechslung das entscheidende 2:1 markieren konnte, könnte es erneut auf eine Jokerrolle des Ex-Nationalspielers hinauslaufen. Gewährt Kovac seinem Angreifer Einsatzminuten, würde Müller seinen sage und schreibe 500. Auftritt im Bayern-Dress hinlegen.


Keinerlei Fragen kommen in München hinsichtlich der Besetzung der Sturmzentrale auf. Alles andere wäre auch grob fahrlässig, schließlich war die Partie gegen den VfL nach dem Saisonstart im DFL-Supercup gegen den BVB erst das zweite Pflichtspiel in dieser Saison, in dem Robert Lewandowski kein eigener Treffer vergönnt war. In der Liga erzielte der 31-jährige Pole in neun Spieltagen bereits unglaubliche 13 Buden​.


Die voraussichtliche Aufstellung des FC Bayern im Überblick: