Der überzeugende Auftritt im DFB-Pokal dürfte die Lage in ​Bremen etwas entspannt haben. Doch am Wochenende wartet die ​Bundesliga mit dem nächsten, richtungsweisenden Duell. Die Norddeutschen empfangen den Überraschungs-Verein aus ​Freiburg. Nach dem Pokalspiel kann Kohfeldt allmählich wieder aus dem Vollen schöpfen.


Die Personalsorgen der letzten Wochen scheinen endlich erst einmal in den Hintergrund zu rücken. Vor dem Duell gegen den Sportclub werden nur fünf Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen. Im Kampf um die wichtigen Punkte kann Werder jede Kraft gebrauchen, denn das Ziel Europa wird weiterhin angepeilt.


Im Tor setzt Kohfeldt weiterhin auf Jiri Pavlenka. Der Keeper absolvierte bisher jede Minute in dieser noch jungen Saison, zeigte sich allerdings noch nicht in absoluter Topform. Dazu musste er bisher in jeder Partie mindestens ein Mal hinter sich greifen. Am Samstag soll zum ersten Mal die Null stehen bleiben.


In der Defensive kehrten in den letzten Wochen einige Stammkräfte zurück. Dazu gehört Ömer Toprak, der bereits vor einer Woche sein Comeback gab. Christian Groß ist nach überstandenem Magen-Darm-Infekt zurück; wahrscheinlich wird allerdings Milos Veljković an der Seite von Toprak verteidigen.


Kapitän Niklas Moisander kehrt nach seiner Muskelverletzung vermutlich in den Kader zurück, ist allerdings noch kein Kandidat für die Startelf. Auf den Außen bleiben die Rollen dagegen klar verteilt. Theodor Gebre Selassie wird nach der Schonung unter der Woche in die Startelf zurückkehren. Marco Friedl macht dagegen auf der linken Seite das Rennen.


Bremen setzt auf Hochgeschwindigkeit in der Offensive


Im defensiven Zentrum wurde der Konkurrenzkampf zuletzt ebenfalls angeheizt. Vieles spricht für Nuri Sahin, doch Philipp Bargfrede gab gegen ​Heidenheim ein solides Comeback. Letztendlich dürfte der Türke aber erneut starten, da er im System von Kohfeldt als Stratege und Anführer noch nicht zu verdrängen ist. Die Achter-Positionen sind durch die Besetzung von Davy Klaassen und Maximilian Eggestein unstrittig.


Auch in der Offensive hat sich die Lage zunehmend entspannt. Der schmerzlich vermisste Japaner Yuya Osako steht vor der Rückkehr in die Startel​f. Am Mittwoch kam er bereits zu einem Joker-Einsatz, nun dürfte er Josh Sargent verdrängen. Mit Leonardo Bittencourt und Milot Rashica bildet er somit ein pfeilschnelles Trio. Zusätzlich stehen Akteure wie Johannes Eggestein oder Benjamin Goller bereit.


Die voraussichtliche Werder-Aufstellung:


Pavlenka - Friedl, Toprak, Veljković, Gebre Selassie - Sahin - Eggestein, Klaassen - Bittencourt, Rashica, Osako