​Erling Braut Håland von RB Salzburg ist derzeit einer der heißesten Fußballer Europas! Der junge Norweger wird von zahlreichen Topklubs beobachtet - dazu soll nun auch der FC Bayern gehören. 90min nimmt das Gerücht unter die Lupe.


Der englische Guardian berichtet, dass mehr als 20 Topklubs ein Auge auf Håland geworfen haben. Neben ​Barcelona​Real Madrid, Atlético Madrid, ​Manchester City​Arsenal​Chelsea​Juventus und ​Manchester United (ja, die ganze Creme de la Creme des europäischen Fußballs ist hier vertreten) gehört auch der FC Bayern zu der langen Liste der Interessenten.


Der Hype um den 19-jährigen Mittelstürmer kommt nicht von ungefähr: In der Liga konnte Håland zwölf Treffer und sechs Assists in zehn (!) Partien für sich verbuchen. Wer meint: 'Österreichische Liga - das zählt nicht', dem sei ein Blick in die ​Champions League ans Herz gelegt. Denn dort ist der Norweger derzeit der Führende der Torschützenliste - mit sechs Buden in drei Einsätzen. Kurzum: Håland ist mächtig on fire.


Die Quelle des Gerüchts

Der Guardian ist eine solide Quelle, was Transfergerüchte angeht. Da der Artikel über das Håland-Interesse zudem aus der Feder von Fabrizio Romano stammt, kann man die Meldung getrost als seriös bezeichnen. Romano liegt bei ​Transfergerüchten in der Regel nie daneben.


Um welche Ablösesumme geht es?

In dem Bericht heißt es, dass RB Salzburg eine Ablösesumme von mindestens 60 Millionen Euro ins Auge fasst. Zudem wird klar ersichtlich, dass es lediglich um einen Transfer im Sommer 2020 geht - im Januar besteht für Interessenten keine Chance, Håland von RB Salzburg loszueisen.


Ist die Summe realistisch? Definitiv ja! Denn: RB Salzburg soll sich bei der Ablöse an Luka Jovic orientieren, der in diesem Sommer bekanntlich für jene 60 Millionen Euro an Real Madrid verkauft wurde. Bei den Statistiken, die Håland derzeit auflegt, dürfte sich der Betrag (zurecht!) auf jeden Fall in ähnlichen Sphären bewegen. 


Hat der FC Bayern Bedarf an Håland?

Beim FC Bayern ist Robert Lewandowski im Sturmzentrum ohne Wenn und Aber gesetzt - das wird sich in den nächsten drei, vier Jahren auch nicht ändern (sofern er von einer größeren Verletzung verschont bleibt). Dennoch wurden die Rufe nach einem zweiten Mittelstürmer beim ​FC Bayern immer lauter, denn hinter Lewandowski bleiben den Münchenern nur Notlösungen: Serge Gnabry und Thomas Müller (dessen Zukunft an der Säbener Straße aber längst nicht gesichert ist) zum Beispiel. Für die ganz großen Ziele ist das eigentlich zu wenig.


Bedarf hätten die Bayern demnach schon. Nur ob sie 60 Millionen Euro für einen Backup ausgeben werden? Und: Hätte Håland überhaupt Lust darauf, in den nächsten Jahren ohne wirklich Chance auf Einsatzzeiten nur die zweite Geige zu spielen? Unwahrscheinlich.


90min-Fazit zum Gerücht:

Dass sich der FC Bayern mit Håland beschäftigt, ist angesichts seiner Leistungen und seines Potenzials nur legitim - zumal der Rekordmeister für die langfristige Zukunft noch einen neuen Mittelstürmer benötigt. Auch ein Robert Lewandowski kann schließlich nicht bis 40 auf Topniveau spielen.


Zwei Faktoren sprechen allerdings gegen einen Transfer des norwegischen Shootingstars: Zum einen die ausgerufene Ablösesumme, die für einen Backup schlichtweg zu viel ist. Zumal die Münchener im nächsten Jahr ihr Geld lieber in Philippe Coutinho, Kai Havertz und/oder Leroy Sané investieren wollen.


Zum anderen ist da die hochkarätige Konkurrenz. Die oben aufgezählten Klubs, ​zu denen nach 90min-Informationen auch der BVB hinzukommt, dürften bei einem Transferpoker deutlich bessere Chancen auf eine Verpflichtung haben. Bei Juventus, Barça, dem BVB und ManUnited ist die zentrale Sturmposition mittelfristig nicht besetzt - dort hätte Håland aussichtsreichere Möglichkeiten als beim FC Bayern, relativ zeitnah einen Fuß in die Tür zu bekommen.