In der zweiten Runde des DFB-Pokals durfte sich Yvon Mvogo mal wieder beweisen - endlich! Für den jungen und ambitionierten Keeper war es gerade einmal der zweite Einsatz in dieser Saison, nur im Pokalwettbewerb erhält er von Trainer Julian Nagelsmann das Vertrauen. Durch die ungarische Nummer Eins Péter Gulácsi, bietet sich Mvogo kaum eine Perspektive. Der 25-Jährige steckt in einer prekären Lage.


Als Stammtorhüter wurde er im Sommer 2017 von den Young Boys Bern verpflichtet. Der große ​RB Leipzig lockte den Schweizer Keeper mit vielen Ambitionen und einer ganz besonderen Philosophie. Yvon Mvogo nahm die Herausforderung an und wollte sein großes Talent in der ​Bundesliga nur noch mehr unter Beweis stellen. Bis heute kam der nun 25-Jährige aber nicht in Fahrt. In drei Spielzeiten stehen nur magere 15 Partien für RB zu Buche.


Sein Auflaufen im Pokal gleicht also eher einer Seltenheit und ist nicht unbedingt der Lohn für die harte Arbeit. Daran scheitert es beim Schweizer in keinem Fall, denn seit seiner Ankunft in Leipzig hängt er sich in jeder Einheit mit vollem Einsatz rein. Wie er der Schweizer Zeitung Blick nun aber anvertraut, haben sich seine Ziele für die Zukunft geändert. Nun rechnete er sich keine Chancen mehr auf einen Durchbruch in Leipzig aus.


Mvogo: "Ich will weg"


Da seine aktuelle Situation immer ​gravierendere Auswirkungen auf seine Karriere hat, ist der Schlussmann enorm frustriert. Die aktuelle Lage sei "total, total, total unzufriedenstellend.“ Zwar werde er von den Teamkollegen geschätzt, doch die Perspektive und die schier unlösbare Aufgabe gegen Péter Gulácsi setzt Mvogo immer mehr zu. Trotz seines großen Optimismus hat er nur noch einen Wunsch, so schnell wie möglich den Verein zu verlassen.


Doch selbst dies ist bei RB eine große Hürde. Der Vertrag des Schlussmanns läuft noch bis 2021, vorher wollen ihn die Sachsen nur ungern abgeben, erst recht nicht im kommenden Winter. Doch Mvogo will endlich wieder spielen können und sich einem neuen Verein anschließen. Womöglich muss sich der 25-Jährige aber noch weiter gedulden und gleichzeitig den verpassten Chancen hinterher trauern. 


Leipzig setzt Mvogos Chancen aufs Spiel


In jedem Fall ist klar, dass der Schweizer auch in den kommenden Jahren keine reelle Chance in Leipzig ​bekommen wird. Gulácsi ist zu konstant und nur selten verletzt. Ein Wechsel ist für den immer noch entwicklungsfähigen Mvogo demnach die einzige Möglichkeit. Leipzig hatte ihm diese  im Falle des Angebots aus ​Augsburg im Sommer verwehrt.


Der 25-Jährige steckt in einer komplizierten Lage, für seine weitere Zukunft braucht er dringend einen neuen Verein. Trotz der starken Nummer Eins und Ersatzkeeper Philipp Tschauner, lassen ihn die Bullen nicht ziehen und könnten im schlimmsten Fall einen großen Karriereknick von Mvogo verantworten. Dass der Schweizer im Prinzip das Zeug zur Nummer Eins hat, zeigte er nicht nur in Bern oder im DFB-Pokal. Nun liegt es an Leipzig, zumindest einen Teil der ehemals gemachten Versprechen einzuhalten.