​Nach den vier frühen Partien (​hier geht's zur Zusammenfassung) boten am Mittwochabend auch die vier späteren Spiele in der 2. Runde des DFB-Pokals jede Menge Spannung. 90min gibt euch den Überblick:


BVB vs. Gladbach 2:1 (0:0)


Der BVB musste im Pokalkracher gegen die Fohlenelf ​kurzfristig auf Reus und Hummels verzichten. Doch auch die Gladbacher mussten ohne zahlreiche Spieler auskommen - insgesamt elf Profis standen Rose nicht zur Verfügung.


In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein wildes Spiel. Beide Teams waren darauf aus, nach Ballgewinn sofort den Weg nach vorne zu suchen; dadurch standen zwar durchaus gefährliche Szenen, jedoch auch viele schnelle Ballverluste. Der BVB traf durch Hazard die Latte, Gladbach hatte durch Neuhaus und Thuram ebenfalls zwei aussichtsreiche Möglichkeiten. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.


Nach dem Pausenpfiff schwang sich ​Gladbach zum spielbestimmenden Team auf, der BVB wirkte wie in den vergangenen Wochen schlampig und kaum bei der Sache. In der Folge gelang der Fohlenelf dann auch der Führungstreffer: Nach einer Wendt-Flanke verschätzte sich der ansonsten solide Zagadou, Thuram nickte ein.


Doch die Führung währte nur kurz. Nur sechs Minuten später erzielte Brandt nach einem abgefälschten Schuss das 1:1 - zu diesem Zeitpunkt ein unverdienter Ausgleich, der sich auch nicht abgezeichnet hatte. In der 80. Minute stellte der BVB den Spielverlauf der zweiten Hälfte dann komplett auf den Kopf: Erneut Brandt sorgte per Kopfball (!) für die Führung der Gastgeber. 


Gladbach fiel in der Schlussphase keine passende Antwort ein, zudem machte die Elf von Rose einen müden Eindruck. So zieht der ​BVB am Ende durchaus glücklich ins Achtelfinale ein - aber da wird schon morgen niemand mehr nach fragen.


BVB: Hitz - Piszczek, Akanji, Zagadou, Schulz (78., Götze) - Witsel, Weigl - Sancho, Brandt, Hazard - Bruun Larsen (63., Hakimi)


Gladbach: Sommer - Lainer, Beyer, Elvedi, Bensebaini (30., Wendt) - Neuhaus, Zakaria, Benes (82., Herrmann), Hofmann (87., Makridis) - Stindl, Thuram


0:1 Thuram (71.)

1:1 Brandt (77.)

2:1 Brandt (80.)


St. Pauli vs. Eintracht Frankfurt 1:2 (1:2)


Eintracht Frankfurt erwischte einen Blitzstart in die Partie und lag bereits nach einer Viertelstunde komfortabel in Führung: Dost hatte sich nach Verletzungspause mit einem Doppelpack eindrucksvoll zurückgemeldet.


Die ​SGE hatte das Spiel komplett unter Kontrolle, musste kurz vor dem Pausenpfiff jedoch den Anschlusstreffer hinnehmen. Nach einem Handspiel von Hinteregger gab es Elfmeter für die Hamburger, die sich diese Chance in Person von Sobota nicht nehmen ließen.


In der 2. Hälfte dann ein komplett anderes Bild: Durch das 1:2 beflügelt, suchte St. Pauli sein Heil vermehrt in der Offensive. Frankfurt zog sich dagegen zurück, setzte auf eine stabile Defensive und Konter. Der Zweitligist zeigte viel Herzblut, hatte jedoch nicht mehr die ganz große Gelegenheit zum Ausgleich. Am Ende setzte sich somit die Routine der Hessen durch.


Pauli: Müller - Kalla (79., Conteh), Östigard, Buballa - Ohlsson, Flum (85., Becker), Knoll, Penney, Möller Daehli (87., Tashchi), Sobota - Gyökeres


SGE: Rönnow - Hinteregger (46., Abraham), Hasebe, Ndicka - Fernandes, Durm, Kohr, Rode, Chandler (46., Da Costa) - Kamada, Dost (88., Paciencia)


0:1 Dost (4.)

0:2 Dost (16.)

1:2 Sobota (42., Elfmeter)


Fortuna Düsseldorf vs. Erzgebirge Aue 2:1 (1:1)


In der ersten Hälfte tat sich Fortuna Düsseldorf gegen den Zweitligisten lange schwer und ging verdient mit 0:1 in Rückstand. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte ein Elfmeter-Tor von Hennings die ​Fortuna jedoch wieder zurück ins Spiel.


Danach konnte sich die Funkel-Elf immer weitere Vorteile erspielen und den Klassenunterschied auch auf dem Feld deutlich machen. In der 75. Minute gelang Adams dann das verdiente 2:1 - es sollte gleichzeitig der Endstand sein, weil Aue in der Schlussphase nichts mehr einfiel.


Fortuna: Kastenmeier - Zimmermann, Hoffmann, Adams, Gießelmann - Sobottka (77., Bodzek), Morales, Thommy (84., Zimmer), Fink (46., Ampomah), Kownacki - Hennings


Aue: Männel - Mihojevic, Samson, Gonther - Rizzuto, Kempe, Riese (83., Daferner), Fandrich, Nazarov (76., Hochscheidt), Krüger - Testroet (59., Zulechner)


0:1 Krüger (12.)

1:1 Hennings (45., Elfmeter)

2:1 Adams (75.)


Hertha BSC vs. Dynamo Dresden 5:4 i.E. (3:3, 2:2)


Hertha BSC mühte sich gegen Dynamo Dresden. Gegen sehr aggressiv und leidenschaftlich agierende Gäste hatten die Berliner ihre liebe Müh und Not. Zur Halbzeit lag man mit 0:1 hinten, doch dann konnte man kurz nach Wiederanpfiff ausgleichen.


​Hertha konnte den Schwung mitnehmen, machte in Hälfte zwei ordentlich Druck und ging kurz vor Schluss dann auch verdient in Führung. Wer dachte, dass man den Vorsprung über die Zeit schaukeln würde, täuschte sich allerdings. In der 90. Minute blieb Ebert bei einem Foul-Elfmeter ganz cool und brachte sein Team in die Verlängerung.


In der Verlängerung hatte Dynamo dann zunächst den Vorteil auf seiner Seite: Stor traf zum 3:2 (Kraft sah im Hertha-Tor nicht gut aus) - doch nun schlugen die Berliner wiederum kurz vor Abpfiff zurück. Torunarigha traf in der 122. Minute und sorgte dafür, dass es zum Showdown im Elfmeterschießen kam.


Dort hatten die Gastgeber letztlich die besseren Schützen auf ihrer Seite und zogen dadurch ins Achtelfinale ein. Der Traum vom Finale im eigenen Stadion lebt weiter!


Hertha: Kraft - Wolf, Stark, Rekik, Plattenhardt - Grujic, Darida - Dilrosun, Duda (87., Torunarigha), Kalou (70., Selke) - Lukebakio (91., Ibisevic)


Dresden: Broll - Ehlers, Ballas, Müller - Kreuzer (91., Hartmann), Ebert, Nikolaou, Hamalainen (80., Möschl), Atik (58., Horvath) - Kone, Jeremejeff (77., Stor)


0:1 Kone (36.)

1:1 Lukebakio (48.)

2:1 Duda (85., Elfmeter)

2:2 Ebert (90., Elfmeter)

2:3 Stor (107.)

3:3 Torunarigha (120.+2)