​Der 1. FC Saarbrücken hat am Dienstagabend für ​eine faustdicke Pokalüberraschung gesorgt. Dank eines späten Treffers setzte sich der Regionalligist gegen den ​1. FC Köln mit 3:2 durch. Die Geißböcke lieferten dabei über weite Strecken eine enttäuschende Vorstellung ab. Durch das blamable Aus im DFB-Pokal steht auch Cheftrainer Achim Beierlorzer zunehmend unter Druck. Das Derby am kommenden Sonntag könnte für den 51-jährigen Übungsleiter zum Schicksalsspiel werden.


In der Bundesliga gab es nach neun Spieltagen noch keine Trainerentlassung zu vermelden. Dies war zuletzt vor 20 Jahren in der Saison 1999/00 der Fall. Heißer Kandidat für den ersten Rauswurf ist nach dem gestrigen Abend Kölns Cheftrainer Beierlorzer, der den Trainerposten beim Aufsteiger erst Anfang Juli übernommen hatte. Der FC-Coach schmiss nach der ​1:3-Niederlage im Kellerduell gegen den 1. FSV Mainz 05 die Rotationsmaschine an und baute seine Anfangsformation auf sechs Positionen um. 


Beierlorzer ging damit ein hohes Risiko ein, was sich am Ende nicht auszahlen sollte. Die neuformierte Startelf tat sich gegen den Regionalligisten ungemein schwer und lag nach knapp einer Stunde mit 0:2 zurück. Den Domstädtern gelang in der Schlussphase zwar noch der Ausgleich, ein später Treffer von Tobias Jänicke besiegelte jedoch das Aus für den FC.


"Uns fehlen drei Punkte"


Nach dem blamablen Ausscheiden steht Beierlorzer unter Zugzwang. ​Geschäftsführer Armin Veh machte im Interview mit der Sport Bild keinen Hehl daraus, dass man mit dem Saisonstart in der Bundesliga nicht wirklich zufrieden ist. "Gerade die Niederlage in Mainz hat wehgetan", so der 58-Jährige. "Auch wenn wir ein sehr schweres Startprogramm hatten, wissen wir: Uns fehlen drei Punkte." Auf die Frage, wie wichtig Rückendeckung für den Trainer sei, antwortete Veh: "Wenn man das Gefühl hat, dass der Trainer sie braucht, ist das meistens kein gutes Zeichen. Von daher sollte man die Situation gar nicht aufkommen lassen."


Beierlorzer arbeite seriös und sei authentisch. Letztendlich brauche man "als Bundesliga-Trainer aber Ergebnisse", betonte der Geschäftsführer. Bei einer weiteren Niederlage am kommenden Sonntag im richtungsweisenden Derby gegen ​Fortuna Düsseldorf dürfte es für den Kölner Übungsleiter ziemlich ungemütlich werden. Auch eine Entlassung scheint in diesem Fall durchaus möglich zu sein. Die beiden Erzrivalen können nach neun Spieltagen jeweils sieben Punkte vorweisen.